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Reise nach Afrika

Wenn eine Autofahrt, ein Geldwechsel und der G.O.D. zum Abenteuer werden

Am «Global Outreach Day» (G.O.D.) machten weltweit über 20 Millionen Christen mit. Die Vision war einfach: Jeder Christ stellt mindestens einer Person den Glauben an Jesus vor. Der Livenet-Marketingleiter

G.O.D.-Einsatz in Uganda
Quelle: Livenet
Kreative Aktion in Kampala (Uganda): Evangelisieren auf dem Kamel.
Quelle: Livenet
G.O.D.-Evangelisation auf wackeliger Bühne in Nairobi (Kenia)
Quelle: Livenet
Bernhard Müller mit Bankmanager in Kenia.
Quelle: Livenet

Bernhard Müller berichtet von seinen Erlebnissen am G.O.D. in Kenia und Uganda.

Für Bernhard Müller war es der erste Trip nach Afrika. Er hatte den Auftrag, die Partner des internationalen Evangelisationsprojekts «Global Outreach Day» (kurz G.O.D.) in Kenia und Uganda zu besuchen und bei der Umsetzung zu unterstützen sowie Pastoren zu schulen, dass sie ihre Gemeindemitglieder darin anleiten können, das Evangelium zu ihren Nachbarn und Mitmenschen zu bringen.

Müller gewährt den Livenet-Leserinnen und -Lesern hier einen Einblick in sein Reisetagebuch:

Mittwoch, 23.05.2018 – Besuche in den Slums

Einfahrt in die schmalen, holprigen, mit vielen Löchern versehenen, zeitweise schlammigen Wege, welche durch die mehr schlecht als recht zusammengebauten Blech-Holz-Hütten führen, entlang an Verkäufern, Handwerkern, spielenden Kindern, Futter suchenden Tieren. Vorwärtskommen ist nur dank Einsatz der Hupe möglich, um die unzähligen Menschen auf sich aufmerksam zu machen. Die Fahrt führt jeweils zu einem grossen, geschlossenen Tor mit einem Schild, das den Namen der Kirche trägt. Die Pastoren arbeiten Teilzeit. Um überleben zu können, müssen sie noch einem Beruf wie Möbelschreiner oder Lebensmittelverkäufer nachgehen.

Fazit: Die Besuche in den Armenvierteln von Kenia waren für mich besonders eindrücklich aufgrund der Lebensfreude der Menschen und der Verbundenheit unter den Christen.

Donnerstag, 24.05.2018 – Mission Geldwechsel

Entgegen meiner Informationen werden US-Dollar in diesen Ländern kaum akzeptiert. Und der Geldwechsel erweist sich als schwieriger als ich mir vorgestellt hatte. Der Bischoff einer grossen Gemeinde empfiehlt mir eine Bank, die von einem seiner Freunde geführt wird. Er würde dort anrufen, damit ich erwartet würde, versichert er mir. Und tatsächlich: Bei der Bank angekommen, werde ich auf die Frage nach Manager Clement umgehend auf die erste Etage verwiesen. Oben sitzen viele Menschen auf den aneinandergereihten Plastikstühlen. Ich werde mit dem «Codewort» Clement umgehend ins Büro des Bankmanagers geführt, welcher bereits gut vorbereitet auf mich wartet. Der Geldwechsel ist schnell vollzogen und wir unterhalten uns noch ein bisschen über den Bischoff und die Kirchgemeinde. Schliesslich durfte ich noch ein Selfie machen (s. rechts).

Freitag, 25.05.2018 – Unfall und Korruption

Fahrt entlang der Kolonne von Fahrzeugen, die durch das Verkehrschaos zum Stehen kamen. Plötzlich ein Krachen und Kratzen. Von der Seite ist durch die stehende Kolonne ein Wagen zu weit vorgefahren, um sich seinen Weg zu bahnen, so dass dessen Front die Fahrertüre unseres Autos erfasst und die hintere Tür in seiner ganzen Länge aufgerissen hat. Die Schuldfrage wäre schnell geklärt gewesen. Dennoch entscheidet sich der Pastor, auf die Bezahlung durch den Unfallverursacher zu verzichten, denn mit der Polizei will er nichts zu tun haben. Sie seien willkürlich und korrupt und eine Unfallaufnahme mit der Polizei könne ihn teurer zu stehen kommen, als den Schaden aus der eigenen Tasche zu tragen.

Samstag, 26.05.2018 – Tag des G.O.D.'s

Am Global Outreach Day gehen Kirchen, die im Vorfeld mobilisiert werden konnten, auf die Strasse, um den Menschen von ihrem Glauben an Jesus zu erzählen. Dieser Tag ist immer auf den letzten Samstag im Mai angesetzt. Für mich heisst das am 26. Mai 2018 in Nairobi, mal richtig in die afrikanische Kultur einzutauchen und zu erleben, wie dort evangelisiert wird. Es ist ermutigend, Menschen zu treffen, die entweder den ersten Outreach vorbereiten oder bereits Strassenevangelisation betreiben. Voller Dankbarkeit nehmen sie unsere evangelistischen Traktate entgegen.

Wir treffen, zum Beispiel, eine Gruppe Jugendlicher, die durch einen christlichen Radiosender auf den G.O.D. aufmerksam wurde. Die Jugendlichen sprechen jetzt im Zentrum von Nairobi Menschen auf den Glauben an. Nach dem Einsatz gehen sie gleich noch den Regierungsgebäuden nach, um für alle wichtigen Bereiche des Staates zu beten.

Abends unterstützen wir den Evangelisationsanlass einer Gemeinde in einem Armenviertel. Auf einer wackeligen Bühne werden persönliche Zeugnisse über die erfahrbare Liebe Gottes weitergegeben, die über übersteuernde Lautsprecher in die umliegenden, mit trocknender Wäsche behängten Hochhäuser dröhnen. In der anschliessenden Predigt nimmt der Pastor Fahrt auf, so dass man das Gefühl hat, er wolle sich beinahe die Seele aus dem Leib schreien. Er erreicht mit seiner feurigen Rede, dass einige Menschen stehenbleiben und zuhören.

Sonntag, 27.05.2018 – G.O.D. täglich

Die Kirchgemeinde im grössten Slum von Nairobi namens Kibera hatte sich entschieden, noch einen Evangelisationseinsatz am Sonntag nach dem Gottesdienst zu halten, so dass noch mehr Mitglieder teilnehmen würden. In meiner ersten Predigt in Englisch im Ausland sprach ich davon, wie die Liebe Gottes überfliesst und andere Menschen bereichern wird, wenn wir die frohe Botschaft weitergeben. Im Anschluss geht meine Reise weiter nach Kampala in Uganda.

Montag, 28.05.2018 – G.O.D. geht in die Verlängerung

Beim Debriefing der Pastoren in Kampala erfahre ich von einer kleinen Gemeinde mit etwa 60 Mitgliedern, die für die Evangelisation alle ihre Kräfte mobilisiert hat. Der Einsatz in dem mit G.O.D.-Plakaten übersäten Slum war zudem sehr originell: Der Pastor und der nationale Koordinator ritten auf einem Kamel und predigten von dort aus die Gute Nachricht und verteilten Traktate. Die Aufmerksamkeit der Dorfbewohner war ihnen damit gewiss. Und der kreative Einsatz brachte auch grosse Früchte. So bringt der Pastor, der auf dem Kamel ritt, gleich drei Menschen mit zum Debriefing. Sie, eine Muslimin und zwei Alkoholiker, hatten sich alle drei am Samstag für ein Leben mit Christus entschieden haben. Beim Treffen der G.O.D.-Koordinatoren erzählen sie dann, wie sie sich nach dieser Entscheidung bereits verändert fühlen. Das ist Global Outreach Day live!

Zur Webseite:
Global Outreach Day

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