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Ideensammlung

«Hallo Luther» statt Halloween

Eine Neuauflage der Aktion «Hallo Luther» hat die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers gestartet. Mit kreativen Ideen will sie Aufmerksamkeit für den Reformationstag am 31. Oktober wecken.

Halloween
Quelle: Wikipedia

Das Gruselfest Halloween hat in der breiten Bevölkerung das Gedenken an den Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 immer stärker verdrängt. «Wir sind nicht gegen Halloween, sondern rücken auf kreative Weise das Reformationsfest in den Vordergrund», stellt der Geistliche Vizepräsident des hannoverschen Landeskirchenamtes, Arend de Vries, klar.

Die Aktion «Hallo Luther» ist bereits vor zehn Jahren im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont entstanden. 2005 wurde das erste Studien- und Ideenheft in 10‘000 Exemplaren herausgegeben. Jetzt sind die Ideen, Aktionen, Gottesdienst- und Unterrichtsentwürfe mit 37 neuen Anregungen ergänzt worden. Der Arbeitsordner ist über die Internetseite hallo-luther.de zugänglich. Gemeinden können dort auch Medien für die Gestaltung ihrer eigenen Gottesdienste und Aktionen herunterladen.

Luthers Schattenseiten nicht ausgeblendet

Unter anderem wird ein Fest präsentiert, das die Gemeinde Luthe bei Wunstorf veranstaltet. Es beginnt mit einem Familiengottesdienst zum Lutherlied «Ein feste Burg ist unser Gott». Danach verkündet ein mittelalterlicher Ausrufer in entsprechendem Gewand, begleitet von Trommeln und Trompeten, den Beginn des Festes.

Auch die kritischen Seiten des Reformators werden nicht ausgeblendet. So ist eine Ausstellung zum Thema «Luther und die Juden» ebenso zu finden wie ein Beitrag von Prof. Ursula Rudnik über Luther als Judenfeind. Landesbischof Ralf Meister begrüsst in einem Grusswort, dass auch die Schattenseiten der Reformationsgeschichte nicht verschwiegen werden. Dennoch gelte es, den Reformationstag mit viel Freude zu begehen. Die Reformation führe «von der Freiheit des christlichen Glaubens zu gesellschaftlicher Verantwortung». Meister erinnert an ein Luther zugeschriebenes Wort: «Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens.»

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