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Gedanken von Jens Kaldewey

Die Zukunft unserer Erde… und was sagt Jesus dazu?

Wir stehen global vor enormen Herausforderungen: Es toben Konflikte und Kriege, Menschenrechte werden mit Füssen getreten, Ressourcen der Erde ausgebeutet und das Klima schlägt Kapriolen. Die Digitalisierung dringt in jeden Lebensbereich und bringt nicht nur Segen. Ist unsere Welt dem Untergang geweiht? Das wollten wir vom Basler Theologen Jens Kaldewey wissen. Hier seine Antwort:

Fernglas
Quelle: pixabay.com
Jens Kaldewey
Quelle: www.ideaschweiz.ch

«Ich glaube, 'unsere Welt' im Sinne der Welt, wie wir sie kennen, geht unter, aber das ist nicht das Ende. Nachher kommt nicht das Nichts. Für einen höchstwahrscheinlichen Weltuntergang sprechen meines Erachtens eine Reihe akuter Gefahren:

1. Klimakatastrophe

Menschliche und politische Massnahmen zur Verhinderung oder wenigstens Verzögerung einer Klimaveränderung kommen nicht nur zu spät, sondern werden auch noch dermassen schleppend und halbherzig verwirklicht, dass diese Katastrophe kaum aufzuhalten ist.

2. Militärische Aufrüstung

Atomwaffensperrverträge werden gekündigt und neue Atomwaffen in bisher atomwaffenfreien Ländern gebaut. Neue Waffensysteme werden erprobt und produziert, z.B. Drohnen, Kampfroboter mit künstlicher Intelligenz, sehr wahrscheinlich biologische und chemische Tötungssysteme in geheimen Labors und natürlich digitale Waffen aller Art wie Computerviren, Trojaner und andere Schadprogramme.

3. Moralische Abrüstung

Verantwortung für andere? Fehlanzeige! Alles dreht sich nur noch um die eigene kleine Welt. Der kollektive Egoismus wuchert, Interessen der eigenen Gruppe gelten als absolut. In Abstimmungen neutralisiert man sich gegenseitig, vernünftige und dringende Regierungsbeschlüsse werden blockiert, finden keine Mehrheiten mehr. Man sucht politische, wirtschaftliche oder sogar militärische Erlöserfiguren. Das wachsende Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich führt zu gewaltbetonten, schwer zu kontrollierenden Schutzmassnahmen auf der Seite der Reichen. Man geht über Leichen, um den eigenen Besitzstand zu wahren. Auf der anderen Seite wachsen Neid, Hass, Verzweiflung und ebenfalls Gewaltbereitschaft. Eine äusserst brisante Lage, die sich in Bürgerkriegen entlädt. Die Anfänge sehen wir in mehreren Ländern der Erde.

4. Digitalisierte Zentralisierung

Darunter verstehe ich, dass die Digitalisierung zu einer weltweiten Vernetzung der Daten führen wird. Hochwichtige, 'systemrelevante' Steuerungssysteme (z.B. für den Strom, die Wasserversorgung und den öffentlichen Verkehr) werden angreifbar und tatsächlich angegriffen werden. 'Hacker' werden zwischendurch schneller sein als die Datenschützer. Es ist denkbar, dass heimlichen oder bekannten Diktatoren mit Hilfe von Hackern und Computerviren eine Art digitale globale Machtübernahme gelingt. Oder sie begehen über dieselben Kanäle fatale Fehler und lösen so eine globale Katastrophe aus.»

Tröstende Worte des Propheten Jesaja:

Diese Überlegungen sind keine Verschwörungstheorien, sondern nüchtern und real, sagt der Theologe Jens Kaldewey. Er sieht die genannten Bedrohungen eng miteinander verbunden. Zusammen könnten sie sich bis zur Katastrophe hochschaukeln… Das macht Angst. In der Bibel finden sich mögliche Erklärungen – und sie wecken Hoffnung!

Jens Kaldewey: «Ich möchte nachfolgend die Worte des Propheten Jesaja erläutern. Propheten waren und sind Menschen, die durch das vor Augen Liegende hindurchsehen ins Unsichtbare, in eine göttliche Dimension. Dazu gehör(t)en immer auch Vorhersagen zukünftiger Ereignisse. Jesaja war einer der Propheten Israels und lebte ca. 750-700 Jahre v. Chr. Er gab immer wieder Ausblick auf ein glückliches Ende:

Das Versprechen

'Er weist die Völker zurecht und schlichtet ihren Streit. Dann schmieden sie aus ihren Schwertern Pflugscharen und aus ihren Speerspitzen Winzermesser. Kein Volk wird mehr das andere angreifen und niemand lernt mehr das Kriegshandwerk' (Jesaja, Kapitel 2, Vers 4). Später schreibt der Prophet: 'Der Herr, der Herrscher der Welt, wird für alle Völker ein Festmahl geben mit feinsten Speisen und besten Weinen, mit kräftigen, köstlichen Speisen und alten, geläuterten Weinen. Hier wird er den Trauerflor zerreissen, der allen Völkern das Gesicht verhüllt; er wird das Leichentuch entfernen, das über den Nationen liegt. Den Tod wird er für immer vernichten und von jedem Gesicht die Tränen abwischen. Dann nimmt er die Schande von seinem Volk, unter der es überall gelitten hat. Der Herr, der mächtige Gott, hat es versprochen!' (Jesaja, Kapitel 25, Vers 6-8).

Die Wehen

Auch Jesus Christus hat seine Jünger kurz vor seinem Tod in einer langen Rede auf die turbulente und notvolle Entwicklung der Menschheitsgeschichte vorbereitet (Matthäus-Evangelium, Kapitel 24). Nachdem er von ideologischen Verführungen, Erdbeben, Hungerkatastrophen und Kriegen gesprochen hat, schimmert das Licht einer hellen Zukunft durch seinen Schlusssatz: «Dies ist erst der Anfang der Wehen.» Was ist der Sinn von Wehen? Dass etwas geboren wird! Etwas, das lange gewachsen ist, verborgen im 'Mutterbauch dieser Welt', wird nach einer langen, schwierigen und schmerzhaften Geburt geboren! Wie heisst dieses Kind? Es ist ein Reich des Friedens, regiert von Christus.

Der Neubeginn

Petrus, der die Rede von Jesus damals mit eigenen Ohren gehört hat, schreibt darüber Jahrzehnte später voller Hoffnung und Zuversicht: 'Doch wir warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott versprochen hat – die neue Welt, in der Gerechtigkeit regiert' (2. Petrusbrief, Kapitel 3, Vers 13). Es ist nicht wichtig, alle Einzelheiten dieser Entwicklung zu kennen. Es ist aber wichtig, nüchtern zu hoffen: Die kleine oder auch die grosse Welt, in der wir heute leben, wird früher oder später untergehen. Aber das ist nicht das Ende. Die neue Welt kommt!»

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