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Republik Zentralafrika

Gemeindearbeit mit Risiko-Potenzial

Interkulturelle Mitarbeitende sprechen von einer Beruhigung der Lage in der Republik Zentralafrika. Gemeindebau, Evangelisation und Ausbildungsarbeit für Pastoren und Gemeindemitarbeiter ist – mit Einschränkungen und Risiken – wieder möglich.

Christliche Gemeinde in der Republik Zentralafrika.
Quelle: Schweizerische Pfingstmission
François Bozizé
Quelle: Wikipedia

Symptomatisch Für die Lage in der Republik Zentralafrika ist ein Vorfall, über den Markus Ramseier berichtet. «Philip», ein Pastor der Elim-Gemeinden, die von der Schweizerischen Pfingstmision (SPM) aufgebaut worden sind, war zusammen mit seinem Jugendarbeiter zu einem Seminar der Bewegung nach Alindao unterwegs, wo die Elim-Bewegung ein Ausbildungszentrum führt. Unterwegs wurden Sie von Seleka-Rebellen angehalten, eingesperrt und verhört. Der Kommandant einer Rebellenbasis warf ihnen vor, Spione der Uno-Truppen im Land zu sein. Allein die Tatsache, dass der Pastor eine Bibel und ein Gesangbuch in seinem Gepäck hatte, verhalf den beiden schliesslich zur Freiheit, allerdings nur gegen Lösegeld.

Öffentliche Evangelisationen wieder möglich

Die Herausforderung liegt laut dem Bericht, der in der Zeitschrift SPMzoom erscheint, darin, trotz der nach wie vor unsicheren Lage auch die kleinen Aussengemeinden der Bewegung zu betreuen. Im Gegenzug haben etliche Gemeinden wieder begonnen, öffentliche evangelistische Versammlungen zu organisieren, an denen sich Menschen dem Glauben an Christus zuwenden, so kürzlich in Begoua, einem Vorort der Hauptstadt Bangui. Die Lautsprecheranlage wurde dabei mit einem mobilen Generator mit Strom versorgt.

In einem der darauf folgenden Gottesdienste der Gemeinde liessen sich 22 Menschen taufen, nachdem sie einen Glaubens-Grundkurs besucht hatten. Darunter waren auch ehemalige Anti-Balaka-Rebellen* sowie ein Muslim, der sich den Seleka-Rebellen angeschlossen hatte.

* Als Anti-Balaka bezeichnet man bewaffnete Kräfte, die als eine Art «dörfliche Selbstverteidigung» gegen die Seleka-Rebellen getreten sind und grösstenteils den christlichen ehemaligen Präsidenten François Bozizé unterstützten. Die Seleka ist eine Koalition mehrerer muslimischer Rebellengruppen in der RCA (Wikipedia).

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