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Er überlebte Garissa-Massaker

«Gott gab uns nicht einen Geist der Furcht»

Frederick Gitonga überlebte das Massaker an der Universität im kenianischen Garissa. An dieser werden weiterhin Gottesdienste durchgeführt und Fred ist Evangelist geworden. «Die Bibel ist da klar: Gott gibt uns nicht einen Geist der Angst, sondern der Kraft», sagte er im Gespräch mit Livenet.

Frederick Gitonga
Quelle: Daniel Gerber

Frederick Gitonga überlebte das Massaker an der Universität im kenianischen Garissa. Am 2. April 2015 hatte die islamistische Al-Shabaab-Miliz die Bildungsstätte angegriffen, gezielt nach Christen gesucht und dabei 148 Menschen ermordet.

Seither setzt sich Frederick für die Überlebenden ein. Ausserdem ist er Evangelist geworden, wie er im Gespräch mit Livenet erklärte: «Mein Wunsch war, dass Gott die Türe öffnet, damit ich so viele Menschen wie möglich erreichen kann. Das ist geschehen.»

Inzwischen hat er in Europa, Lateinamerika und verschiedenen Ländern Afrikas über seine Erlebnisse gesprochen. «Es geht auch darum, die Gemeinden aufzuwecken. Dieser Weckruf ist mein Verlangen.»

«Der Herr zeigte mir, dass ich nicht sterben werde»

«Gott rettete mich, damit ich heute Evangelist sein und viele Menschen mit dem Evangelium von Jesus Christus erreichen kann.» Fred hat eine Leidenschaft für Europa.

Er erinnert sich, als er an jenem Morgen in Garissa war und die Terroristen in seinen Raum platzten und er unter seinem Bett lag. «Da zeigte mir der Herr, dass ich nicht sterben werde, sondern hinausgehen und der Welt seine Botschaft sagen werde. Ich glaube nicht, dass ich sterben werde, bevor ich in Europa und in vielen anderen Ländern eine Erweckung sehe.»

Graduiert hatte er zuvor als Lehrer. «Nun ist mein Ruf, das Evangelium zu verkünden. Oft beginne ich mit meiner Geschichte und dass Gott wollte, dass ich hier bin, um die Botschaft von Jesus Christus zu predigen. Dass er der Herr ist, dass er für unsere Sünden gestorben und dass er der einzige Weg und das Leben ist.»

Für jede soziale Klasse und jeden Stamm

«Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt ohne ihn zum Vater», erklärt Frederick Gitonga. «Die Menschen sollen sich auf das zweite Kommen von Jesus Christus vorbereiten. Die Gemeinde in Europa muss aufwachen und ihr Potential sehen. Von hier kamen einst die grossen Missionare und die Evangelisten.»

«Ich war zum Beispiel in Brasilien. Da kamen nach einem Gottesdienst viele ältere Leute zu mir. Sie segneten mich und sagten, dass ich ganz auf Gott vertrauen solle, dass ich den Ruf habe. Sie hatten Tränen in den Augen, sie waren berührt und die meisten gaben ihr Leben Jesus.»

Wenn er das sehe, gebe er Gott die Ehre zurück. «Die Botschaft ist für alle dieselbe, gleich wie alt jemand ist und in welche soziale Klasse oder zu welchem Stamm jemand gehört. Es ist eine universelle Botschaft. Gleiche welche Farbe ein Mensch hat oder von welcher geografischen Gegend er stammt. Die Bibel sagt: 'Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab und wer an ihn glaubt, der wird das ewige Leben haben'.» (Johannes, Kapitel 3, Vers 16)

Lage unberechenbar

Die Lage in muslimischen Gegenden in Kenia sei unberechenbar. Im östlichen Viertel des Landes dominieren muslimische Somali.

«Gegenwärtig ist es relativ friedlich in Kenia. Aber wir wissen nicht, wann es eine neue Attacke gibt – das ist das grösste Problem. Doch gleich was geschieht: Die Gemeinde ist sehr aktiv und viele Menschen finden zu Jesus Christus. Die Unsicherheit ist im Moment ein globales Problem. Doch in diesen Fällen hier in unserem Land geschehen die Übergriffe nur, weil die Angegriffenen Christen sind.»

Christen lassen sich nicht vertreiben

Vor fünf Jahren geschah der Überfall auf seine Universität. «Das Hauptziel war, die Christen in Angst und Schrecken zu versetzen, so dass sie weggehen und die Kirchen geschlossen werden. Doch heute gibt es weiterhin Gottesdienste, die Leute treffen sich und sie loben Gott. Auch die Christen an der Universität treffen sich, obschon rund 150 dort wegen ihrem Glauben starben. Doch sie haben eine grosse Liebe zu Jesus Christus.»

Die Christen seien mutig. «Die Bibel ist da klar: Gott gibt uns nicht einen Geist der Angst, sondern der Kraft.» Die Regierung gebe ihr Bestes, um zu schauen, dass die Gegend möglichst sicher ist. «Bitte betet für unsere Brüder und Schwestern in diesen Regionen, dass sie geschützt sind und dass sie die Motoren der Änderung für das Königreich Gottes sein können.»

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