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«Grossartige Geschichten zu erzählen»

Was uns die Stämme vom Kongo-Fluss lehren

Durch das Erzählen biblischer Geschichten findet das Buch der Bücher zu bisher unerreichten Völkern und Stämmen, zum Beispiel in der Zentralafrikanischen Republik in der Nähe des Kongo-Flusses. Die Ergebnisse sind auch eine Lektion für uns im Westen.

Menschen auf dem Kongo-Fluss (Bild: Haus der Kulturen der Welt)
Quelle: www.hkw.de / Haus der Kulturen der Welt
Jerry Wiles
Quelle: Youtube

In einer Region in der Nähe des Kongo-Flusses in der Zentralafrikanischen Republik hörte eine Frau zum ersten Mal die biblische Geschichte, in der Jesus den Sturm besänftigte.

Diese Geschichte brachte sie zum Nachdenken, dann sagte sie: «Ich sehe, dass während dieses Sturms, in dieser schwierigen Zeit, die Jünger zu Jesus gingen und ihn um Hilfe baten. Nun sehe ich, dass ich in meinen schwierigen Zeiten zu Jesus gehen sollte, anstatt zum Hexendoktor. Von nun an werde ich also zu Jesus gehen, anstatt zum Medizinmann.» Der Heilige Geist brachte sie zu diesem Entscheid, nachdem sie diese Geschichte aus der Heiligen Schrift gehört hatte.

«Wir müssen keine grossen Geschichtenerzähler sein»

Diese Frau hatte diese biblische Begebenheit kurz zuvor in einem Workshop von «International Orality Network» gehört. Anschliessend sprach sie mit anderen in ihrem Dorf darüber.

«Wir müssen keine grossartigen Geschichtenerzähler sein», sagt Jerry Wiles von «International Orality Network» und «Living Water International». «Denn wir haben grossartige Geschichten zu erzählen.»

So gelangen die Inhalte der Bibel zu unerreichten Menschengruppen, bei denen das Erzählen von Geschichten eine grosse Bedeutung hat. Auf diesem Weg werden sie zudem in der Jüngerschaft angeleitet.

Die Einzigartigkeit Jesu

Solche Geschichten wie jene, in der Jesus den Sturm besänftigt, werden verwendet, um über die Einzigartigkeit Jesu zu sprechen. «Sie zeigt seine Menschlichkeit – er war müde und schläfrig, deshalb schlief er während des Sturms im hinteren Teil des Bootes. Dennoch demonstrierte er seine Gottheit, indem er seine Macht über die Natur zeigte.»

Es gibt Hunderte von Geschichten aus der Heiligen Schrift, die verwendet werden können, um die Gute Nachricht von Jesus weiterzugeben und andere in eine Beziehung mit ihm einzuführen, bilanziert Jerry Wiles: «Das Erzählen kurzer, einfacher Geschichten kann dazu führen, Gottes grosse Erlösungsgeschichte weiterzugeben.»

Gott kennenlernen

Durch das Erzählen dieser Geschichten werden gegenwärtig unerreichte Stämme und Völker erreicht. Beispielsweise durch Fragen wie: «Möchten Sie eine Geschichte hören, die Ihnen helfen wird, eine persönlichere Beziehung zu Gott zu haben?»

Die Geschichte über Jesus, wie er den Sturm beruhigt, kann beispielsweise zu vielen Fragen führen. Zum Beispiel ob Jesus Macht über unsere Umstände hat und ob er auch unseren Lebenssturm beruhigen kann.

Jesus statt Hexendoktor

Der Gedanke zuerst zu Jesus statt zum Hexendoktor zu gehen, kann auch uns Christen im Westen helfen: «Wie oft gehen wir in unserem kulturellen Kontext zuerst zur falschen Quelle oder versuchen, eine menschliche Lösung zu finden? Und wenn wir auf Probleme und Schwierigkeiten stossen, zu wem gehen wir dann? Es könnte sein, dass wir, wenn wir zuerst zu Jesus gehen würden, vielleicht nicht zu anderen Quellen gehen müssten», überlegt Jerry Wiles.

«Wir können heute denselben Gott in Aktion sehen, der vor 2000 Jahren durch Jesus aktiv war. Wir sind der Tempel, die Wohnung Gottes und können heute Werkzeuge seiner Liebe und Kraft und seines erlösenden Wirkens sein.»

Komplizierter als es sein müsste

«In der modernen westlichen Welt machen wir die Dinge manchmal komplizierter, als sie sein müssen», beobachtet Jerry Wiles. «Wenn wir dann versuchen, diese Methoden auf den Rest der Welt zu übertragen, passt das einfach nicht. Wir neigen manchmal dazu, die Botschaft Gottes zu verkomplizieren und versäumen es, sie denjenigen, die sie am meisten brauchen, angemessen zu vermitteln.»

Das Beispiel Jesus kann helfen: «Jesus ist unser bestes Vorbild. Er erzählte Geschichten und Gleichnisse, stellte Fragen, schuf Gemeinschaft und Beziehungen, die seither immer wieder reproduziert wurden. Nach der Erfindung des Buchdrucks wurde die Kirche jedoch immer abhängiger von literarischen oder schriftlichen Methoden und vernachlässigte die wirksamsten Mittel und Wege, das Evangelium zu vermitteln und Jünger zu machen.»

Zu den Webseiten:
Living Water International
International Orality Network

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