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Nach Missionierungsvorwurf

«Jesus ist der grösste Rabbi und der grösste Jude»

In einem Dokument bereut die «Church of England» den Antisemitismus, der auch aus christlichen Kreisen stammte. Der britische Oberrabbi verurteilte in seinem Nachwort, dass es Christen gibt, die Juden zu Jesus führen wollen. Darauf reagierte nun Richard Harvey von «Jews for Jesus» mit Verständnis – und einer Entgegnung.

Richard Harvey
Quelle: Facebook / Richard Harvey
Oberrabbiner Ephraim Mirvis
Quelle: flickr

Im Dokument «God's Unfailing Word» beschreibt die «Church of England» die Lage der christlich-jüdischen Beziehungen. Im Nachwort des britischen Oberrabbiners Ephraim Mirvis steht: «Ich muss jedoch ein grosses Bedenken zum Ausdruck bringen, das ich mit diesem Dokument habe, trotz der Fortschritte, die es unbestreitbar darstellt und artikuliert. Nämlich, dass es die Bemühungen jener Christen nicht ablehnt, die sich im Rahmen ihrer treuen Mission der gezielten und spezifischen Ausrichtung der Juden auf die Bekehrung zum Christentum widmen.»

Richard Harvey der Organisation «Jews for Jesus» («Juden für Jesus») nahm nun Stellung. Zunächst freue er sich über den Gesamtbericht, in welchem sich die «Church of England» für den früheren Antisemitismus entschuldigt.

Antisemitismus verhinderte Durchbruch

Richard Harvey erklärt: «Der Erzbischof von Canterbury hatte völlig Recht, als er sagte, dass es etwas in der DNA des Christentums zu geben scheint, das von Anfang an durch seine antijüdische Betonung dazu geführt hat, dass das Virus des Antisemitismus von ihm genährt wird.»

Er erinnerte dabei an das Werk von Martin Luther «Von den Juden und ihren Lügen», «das 65'000 Worte virulenten Antisemitismus enthält und das von den Nazis nachgedruckt wurde und zum Versuch einer endgültigen Lösung des Völkermords führte».

Auch in der anglikanischen Kirche gab es antijüdische Elemente, «welche mein Volk daran hindern, zu sagen, dass Jeschua nicht nur der grösste Rabbiner aller Zeiten ist, sondern auch der Messias Israels».

«Ist Juden evangelisieren falsch?»

Richard Harveys Vorfahren sind deutsch-jüdisch und polnisch-jüdisch. «Sie entkamen dem Antisemitismus in Europa. Ich wurde in den 1970er-Jahren Nachfolger von Jeschua. Ich denke, dass dem zunehmenden Antisemitismus sowohl in Grossbritannien als auch in Europa begegnet werden muss.»

Zu den Andeutungen des Oberrabbiners sagt Harvey: «Ein Oberrabbiner sagt hier, dass es falsch ist, zu evangelisieren, aber mein Oberrabbiner ist Rabbi Jesus und er sagt, wir sollen in die ganze Welt gehen und alle Nationen zu Jüngern machen, angefangen beim Haus Israel.»

Natürlich verstehe er voll und ganz, warum Rabbi Ephraim Mirvis als Oberrabbiner dies geschrieben habe. «Wenn man das ganze Dokument und seinen ganzen Beitrag liest, gibt er einfach eine ehrliche Antwort und eine ehrliche Reflexion des Dokuments. Wenn ich also er wäre, würde ich genau das Gleiche sagen.»

«Sei mehr wie Jesus»

Richard Harvey ist der Meinung, dass Juden absolut von Jesus erzählt werden soll: «Wenn wir keine guten Nachrichten für jüdische Menschen haben, haben wir auch keine guten Nachrichten für andere.»

Auf die Frage, wie man auf eine gute Art auf Juden zugehen könne, sagte Richard Harvey: «Ich würde sagen, sei mehr wie Jesus. Ich denke, dass selbst die Worte wie ‘Mission’ und ‘Evangelisation’ für das jüdische Volk – sie sprechen von den Kreuzzügen, der Inquisition, den erzwungenen Predigten – nicht wirklich die richtige Sprache sind, und ich denke, wir sollten wirklich viel sensibler sein und sagen, dass wir den Messias gefunden haben, er ist der grösste Rabbi, er ist der grösste Jude, der je gelebt hat, und er ruft uns auf, seine Anhänger, seine Jünger zu sein, und der beste Weg ist, jedem, dem wir begegnen, die Liebe des Messias zu zeigen.»

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