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Musik ist sein Leben

Trotz Muskelschwund: «Ich danke Gott für meine Gesundheit»

Seit dem dritten Lebensjahr ist der Argentinier Nicolás Olívola auf den Rollstuhl angewiesen. Doch er sprüht nur vor Lebensfreude. Grund daran ist die Musik – und sein Glaube an Gott.

Nicolás Olívola
Quelle: Facebook

Nicolás Olívola wird mit Muskeldystrophie Duchenne geboren. Durch einen Gendefekt wird bei dieser Krankheit das Muskelstrukturprotein Dystrophin nicht gebildet, wodurch die Muskeln nicht aufgebaut werden können. Dies macht sich relativ früh bemerkbar. «Ich konnte laufen, bis ich drei Jahre alt war; ab dem Alter sass ich dann im Rollstuhl», berichtet Nicolás. Auch die Lebenserwartung mit dieser Krankheit ist sehr gering und liegt im jungen Erwachsenenalter.

Nicolás Olívola ist bereits 32 Jahre alt. Trotz alledem ist er ein durchweg fröhlicher Mensch – und die Musik hat viel dazu beigetragen. Schon als Teenager sang der Argentinier im Chor seiner Kirche «Dios en Victoria» in der Provinz Buenos Aires. Auch an gewissen Workshops nahm er teil, bis er begann, bei besonderen Gelegenheiten in der Kirche aufzutreten – «dort verlor ich die Bühnenangst beim Live-Singen».

Eigene Dankeslieder

Dann begann er auch selbst Lieder zu schreiben. «Ich schrieb Lieder, um meinen Dank an Gott auszudrücken, dafür dass ich gesund bin, trotz meiner motorischen Behinderung.» Er sieht auch Gottes Hand darin, dass er seinen Eltern Weisheit gab, um die Krankheit richtig behandeln zu lassen, «damit das Fortschreiten der Muskeldystrophie Duchenne verhindert wurde».

Doch seine Songs – eigene und gecoverte – handeln nicht alle von Gott. Sein jüngstes Stück ist ein Liebeslied. Er selbst ist zwar in keiner Beziehung, doch sein Bruder, der dieselbe Erkrankung hat, ist seit einiger Zeit verheiratet. Und das ermutigte ihn zu dem Lied «No hay amor imposible» (dt. Es gibt keine Liebe, die unmöglich wäre).

Musik – Medizin für die Seele

«Die Musik erfüllt mich, sie renkt in den Schwierigkeiten alles wieder ein. Sie ermutigt mich wie Medizin für die Seele und sie verbindet mich mit Gott», erklärte er gegenüber dem Nachrichtenblatt Agencia NOVA. Er selbst habe viele körperlichen Einschränkungen, doch er versuche, sich auf seine Stärken zu konzentrieren, «ich setze mir keine Grenzen». Und so rief er auch andere Jugendliche auf, ihre Träume niemals aufzugeben.

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