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Newsticker Schweiz

Gemeinden und Werke zu Coronazeiten

Christliche Gemeinden zeigen, wie das Gemeindeleben auch in Coronazeiten aufrechterhalten und vielseitig gestaltet werden kann. Es wird darauf geachtet, dass niemand zwischen Stuhl und Bank fällt – virtuell gesehen. Livenet ist hierzu im Gespräch mit vielen Pastoren. «Christen können Hoffnungsträger werden», sagt Matthias Truttmann von der FCG Aarau.

Frau schaut auf ihren Laptop etwas an
Quelle: unsplash.com
Dani Weber, Lead Pastor GvC Winterthur
Quelle: GvC Chile Hegi Winterthur
Adrian Jaggi
Quelle: Screenshot
Daniel Rath
Quelle: zVg
Lucas Girod
Quelle: zVg
Matthias Truttmann
Quelle: zVg
Zeitschriften vom SCM-Verlag
Quelle: https://www.scm-bundes-verlag.ch
Logo des MonTalks
Quelle: IGW
Gott24.tv
Quelle: http://www.gott24.eu
Kleingruppe
Quelle: Livenet
Adi Furrer auf den Golanhöhen
Quelle: Livenet
Die Plattform kirchezuhause.com
Quelle: kirchezuhause.com
Corona-Bibel
Quelle: https://www.kathsg.ch
Grossmünsterpfarrer Christoph Sigrist
Quelle: Screenshot Telezürich
Familyziit Logo
Quelle: https://entdeckerfamily.ch

Setzt Ihre Gemeinde oder Kleingruppe etwas Kreatives um? Senden Sie Ihre Idee an unsere Redaktion: redaktion@livenet.ch .

Montag, 6. April

Online-Angebote auch für Kinder

Da der Ausfall der Gottesdienste und vieler weiterer kirchlicher Anlässe gerade auch Familien mit Kindern betrifft, hat die zur BewegungPlus gehörende Markuskirche Luzern damit begonnen, eine Übersicht von Online-Kindergottesdiensten und weiteren kindergerechten Angeboten zusammenzustellen (unter markuskirche.ch/babys_kinder/). Die Liste wird laufend erweitert, Vorschläge sind willkommen.

Für die Erwachsenen bietet die Markuskirche einen sonntäglichen Livestream-Video-Gottesdienst auf Schweizerdeutsch mit hochdeutscher Übersetzung auf einem separaten Kanal (unter markuskirche.ch). Die Predigt als ein Kernstück des Gottesdienstes ist die ganze Woche über abrufbar. Weiter veröffentlicht das Pastorenteam jeweils in der Wochenmitte einen kurzen, ermutigen Video-Input auf der Gemeindewebseite. Der erste ist bereits online.

Donnerstag, 2. April

Bibelauslegung für gross und klein

Seit einigen Tagen stehen wieder aktuelle Bibelauslegungen von Pfr. Paul Veraguth zur Verfügung. Unter dem Titel «Die grosse Geschichte des Vaters» legt er die Herrnhuter Tageslosungen lebensnah aus. Die rund zehnminütigen Videos können auf seinem Youtube-Kanal angeschaut werden. 

Auch für Kinder (und die gesamte Familie) bietet Livenet Bibelgeschichten – vorbereitet und erzählt von Matthias «Kuno» Kuhn. Eine komplette Reihe zu Esra ist bereits online zu sehen, aktuell wird die Geschichte von Nehemia erzählt. Weitere Infos hierzu gibt es hier.

TV- und Radio-Gottesdienste bei SRF

SRF wird am kommenden Sonntag, 5. April, ausserplanmässig eine ökumenische Feier aus der Kirche St. Gallus in Zürich senden, so wie bereits am vergangenen Sonntag. Die halbstündigen Gottesdienste für Radio und Fernsehen um 10 Uhr gestalten Fraumünsterpfarrer Niklaus Peter und der kath. Pfarrer Alfred Böni. Die Gottesdienste werden um 10 Uhr auf TV SRF 1 sowie in Radio SRF 2 Kultur und SRF Musikwelle übertragen.

Am Karfreitag wird ebenfalls um 10 Uhr auf denselben Kanälen ein Gottesdienst übertragen. An Ostern ist um 10 Uhr die Übertragung eines evangelisch-reformierten TV-Gottesdienstes aus Martigny (in Übersetzung) vorgesehen. Ein Radiogottesdienst zu Ostern ist ebenfalls in Planung.

Die «Reformierten Medien» habeneine neue Plattform aufgeschaltet, auf der schweizweit Online-Predigten und Live-Gottesdienste gesammelt werden. Auch der Ökumenische Kreuzweg Zürich an Karfreitagwird online stattfinden. 

Mittwoch, 1. April

ethos & factum – kostenlos, aber nicht «umsonst»

Das Coronavirus hat innert kürzester Zeit fast unser ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Die Entwicklung verunsichert und ängstigt die Menschen. Umso mehr brauchen wir Ermutigung und Orientierung, die wir in Gottes Wort, der Bibel, finden. Um dies zu unterstützen, stellt der Schwengeler Verlag die Zeitschriftenethos und factum im Ostermonat April kostenlos online zur Verfügung. Beide Zeitschriften analysieren das Zeitgeschehen, blicken hinter die Kulissen und stellen die Botschaft der Bibel ins Zentrum – auch oder gerade in Zeiten wie diesen.

Hilfen rund ums Zusammenleben

Durch die Coronakrise müssen sich Menschen innerhalb kürzester Zeit neue Ansätze für den gelebten Alltag in den Familien und auch in pädagogischen Angeboten suchen und teils neu erfinden. Viele fühlen sich hierbei überfordert. Eine Hilfestellung möchte die Plattform Hilfz geben. Hier werden in Artikeln Erfahrungen geteilt und Hilfen angeboten, um den familiären und schulischen Alltag zu meistern. Dabei kann die Plattform sowohl Menschen helfen, die im pädagogischen Bereich arbeiten, aber auch Erziehungsbeauftragten im privaten Bereich. Mehr Informationen finden sich hier.

Dienstag, 31. März

Als Familie Glauben neu entdecken

Wenn Gottesdienste ausfallen, ist das eine Chance für Familien, zu Hause den Glauben neu zu entdecken und zu feiern. In Anknüpfung an die «Advents-EntdeckerBox» möchte das Portal Entdeckerfamily.ch Familien genau darin unterstützen und veröffentlicht aufbereitete Geschichten aus der Bibel, die zum Entdecken einladen. Dazu gibt es einleitende Gedanken, Anstösse zur persönlichen Vertiefung, Anregungen fürs Gebet und einen Gebetsvorschlag sowie eine Idee für eine gemeinsame Familienaktion.

Das erste Familyziit-PDF ist bereits zum Herunterladen auf dem Portal verfügbar, das nächste ist für Ostersonntag geplant und kann rechtzeitig ab Karfreitag heruntergeladen werden. Weitere Infos und die Dokumente zum Herunterladen gibt es hier.

Junge Kirche Zürich lanciert Nachbarschaftshilfe

«Soziales Handeln ist eine unserer Kernaufgaben. In einer solchen Zeit braucht es helfende Hände und rasche Lösungen. Diese können und wollen wir bieten», so Simon Brechbühler, Initiant der Aktion «Solidarität für Zürich». Die Idee ist simpel: Betroffene Familien, Risikogruppe oder ältere Menschen, welche Hilfe brauchen, sollen durch einen Pool von Freiwilligen profitieren können. Alltägliche Arbeiten wie Einkaufen, mit dem Hund spazieren gehen oder Kinderdienst übernehmen – alles möglich im Rahmen der Aktion «Solidarität für Zürich».

Das Projektteam betreut eine Hotline für Anfragen von Bedürftigen und Einsatzmöglichkeiten von Freiwilligen. «Wir funktionieren wie Tinder für Corona. Unser Ziel ist es, möglichst viele Interessenten und Betroffene zu ‘matchen’. Dafür wurde ein Online-Marktplatz» eingerichtet, so Brechbühler weiter. Interessierte finden auf Facebook (Gruppe: Solidarität für Zürich), per E-Mail oder per Handy (077 512 30 38) Kontaktmöglichkeiten und können mit dem Projektteam Kontakt aufnehmen.

Montag, 30. März

«Bhüet eus Gott vor böser Stund»

Christoph Sigrist, Pfarrer an der Grossmünster-Kirche in Zürich, hat am Freitagabend zum ersten Mal einen Stadtsegen per Megafon direkt von einem der beiden Kirchtürme gesprochen. Die Menschen hätten ihm signalisiert, einen Segen zu brauchen. «Wir werden aufgefordert uns selbst zu schützen – wer schützt uns denn?», so der Pfarrer gegenüber Tele-Züri. Er schloss dabei alle Zürcherinnen und Zürcher in seinen Segen ein und sprach ihnen in Zeiten der Corona-Krise Mut zu.

Der Stadtsegen wird weiter an folgenden Tagen jeweils um 18.05 Uhr nach der Gebetsglocke gesungen:

  • Freitag, 3. April 2020
  • Montag bis Donnerstag, 6. bis 9. April 2020
  • Karsamstag, 11. April 2020 

Gute Musik live und direkt nach Hause

Während die Schweizer Konzertlokale geschlossen sind, bietet Radio Life Channel eine Plattform für Live-Stream-Wohnzimmerkonzerte. Damit möchte der Sender hoffnungsvolle Musik in die Schweizer Wohnzimmer senden.

Viele Musikerinnen und Musiker streamen bereits kurze Wohnzimmerkonzerte oder Studio-Sessions via Social Media, welche nun von Radio Life Channel gesammelt und auf der Plattform radio.lifechannel.ch/musik angeboten werden. Auch Musikerinnen und Musiker, die ein solches Konzert planen, können sich beim Sender melden und werden dann in die Terminliste aufgenommen – bei mehreren Musikern natürlich nur unter Einhaltung der entsprechenden Distanz. Ein Ohrenschmaus zu Coronazeiten.

Freitag, 27. März

Heks startet Corona-Soforthilfe

Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) will mit mindestens einer Million Franken Menschen im In- und Ausland beistehen, die wegen der Corona-Pandemie in Not sind. Die Soforthilfe soll insbesondere an die schwächsten Bevölkerungsgruppen gehen, die vom Virus besonders betroffen sind. In der Schweiz sollen zum Beispiel Online-Deutschkurse für Migranten angeboten werden. Auch Kinder sollen im digitalen Unterricht unterstützt werden. Zudem wird derzeit überlegt, ob die Heks-Regionalstellen die bestehende Rechtsberatung für sozial benachteiligte Schweizer und Migranten ausbauen.

Im Ausland wird sich die Hilfe insbesondere in Aufklärungsarbeit über die Gefahren und Risiken des Virus sowie über Präventionsmassnahmen zeigen, beispielsweise in überfüllten Flüchtlingscamps. Durch mögliche Direktzahlungen könnten Menschen zudem weiterhin Lebensmittel kaufen. In Teilen Osteuropas werden bereits Spitex-Dienste für Betagte finanziert. 

Gottes Licht viral machen

Daniell Zingg, Pastor der Pfimi Frutigen, hat eine kreative Idee, wie man die eigenen Whatsapp-Kontakte ermutigen kann: «Jeder hat mit seinem WhatsApp-Status die Chance, Hoffnung, Zuversicht und Perspektive ins Land zu tragen. Einer hat vielleicht 50, 100 oder sogar 300 WhatsApp-Kontakte! Nun nehme sich zum Beispiel jeder und jede vor, einmal pro Tag eine Gebetserhörung, einen Bibelvers oder eine Ermutigung als WhatsApp-Status zu posten – stell dir vor wie unglaublich viele Leute so erreicht werden können und mit der Liebe Jesu in Berührung kommen!

WhatsApp läuft ununterbrochen, 24 Stunden pro Tag; über 200 Personen haben allein meinen Status in den letzten 24 Stunden angeschaut! – Machst du mit? Wenn schon das normale öffentliche Leben still steht, lasst durch uns Gottes Licht viral wirken!»

Donnerstag, 26. März

Die St. Galler Corona-Bibel

Um die Verbundenheit der St. Galler auch in Zeiten des Social Distancing zu fördern, haben Pfr. Uwe Habenicht der evang.-ref. Kirchgemeinde Straubenzell und die Cityseelsorge der Kath. Kirche im Lebensraum St. Gallen ein gemeinsames Projekt gestartet: Menschen aus der Stadt und der Region St.Gallen schreiben jeweils ein Kapitel aus der Bibel handschriftlich ab. Man muss dazu nicht fromm oder gläubig sein, es braucht nur die Bereitschaft, sich auf das Schreiben und das Geschriebene einzulassen. Auch Kommentare, Fragen oder Illustrationen können mit eingebunden werden.

Insgesamt werden 1189 Menschen dafür gesucht. Über eine Doodle-Liste kann man sich ein Kapitel aussuchen und zusichern, bis spätestens Pfingsten das Bibelkapitel abgeschrieben und im Domzentrum abgegeben zu haben. Die St. Galler Corona-Bibel soll nach überstandener Krise bei einer festlichen Dankesfeier der Stiftsbibliothek übergeben werden. Mehr Infos dazu finden sich hier.

Einkaufsdienst in Steckborn

Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sind besonders vom Coronavirus gefährdet und sollten zu Hause bleiben. Wer übernimmt in dieser akuten Situation die Einkäufe von Lebensmitteln? Häufig können Nachbarn und Angehörige helfen, aber manchmal ist dies nicht möglich.

Die Evangelische Kirchgemeinde, die Katholische Kirchgemeinde und die Chrischona-Gemeinde reagieren auf dieses Problem und organisieren einen Einkaufsdienst. Freiwillige erledigen für besonders gefährdete Menschen die Einkäufe, damit sie nicht unter die Leute gehen müssen. Unabhängig von der Konfession kann werktags von 9 bis 11 Uhr die Vermittlung einer einkaufenden Person unter folgenden Nummern bestellt werden:

Evangelisches. Pfarramt, Andreas und Sabine Gäumann, 052 761 11 19

Katholisches Pfarramt, Daniela Scherrer und Anita Wirz, 052 761 12 00

Chrischona-Gemeinde, Elias Vogel, 052 761 25 30

Mittwoch, 25. März

Kirchenübergreifende Plattform bietet Online-Gottesdienste

Seit einer Woche ist die Plattform kirchezuhause.com online: Interessierte finden hier Gottesdienst-Livestreams aus sämtlichen Kirchen und Denominationen der Schweiz und Deutschland. Die Gottesdienste können nach Sprachen, Altersgruppen und Gemeinden gesucht werden. Eine Intiative der Marketing-Agentur FE aus Baden mit Unterstützung von Livenet, der Schweizerischen Evangelischen Allianz, der VFG und Radio Life Channel. Mehr Informationen gibt es hier.

Non-stop Bibelradio

Wer eine Pause von den vielen schlechten Nachrichten in den Medien braucht, kann vom Bibelradio profitieren. Hier wird die Bibel jeden Tag 24 Stunden lang vorgelesen. Zu finden ist das Bibelradio im Internet unter Bibelradio.ch und Onlinebibel.ch

Dienstag, 24. März

FEG Visp: 5-Minuten-Clips

Die Pastoren der FEG Visp veröffentlichen zur Ermutigung der Mitglieder jeden Tag einen fünfminütigen Clip auf der Homepage  der Gemeinde sowie auf ihrem Youtube-Kanal und den diversen Sozialen Medien. Thema der Clips ist derzeit Psalm Kapitel 23.

Hilfsangebot für Randständige

Durch die brisante Situation musste auch das Sozialwerk Pfarrer Sieber die Notschlafstellen Pfuusbus und Iglu schliessen. Um den Randständigen weiter zu helfen, bietet das Werk aber seit dem 23. März tagsüber beim Pfuusbus an mit Verpflegung, Beratung und Seelsorger. Für medizinische Anliegen sind Ärzte und Pflegefachleute des Spitals Sune-Egge für die Bedürftigen zuständig. In der Nacht dagegen sind Patrouillen des Sozialwerks unterwegs und versorgen Obdachlose in der Stadt mit warmen Getränken, Snacks und Schlafsäcken.

Montag, 23. März

«Bestbesuchter Allianz-Thun-Anlass seit Jahrzehnten»

Die Evangelische Allianz Thun führte am Sonntag, 22. März, einen Livestream-Gottesdienst durch, der sehr gut ankam. Unter anderem wurde auch ein lokaler Politiker aus der Stadtregierung interviewt.

Projektleiter Adi Furrer von der GPMC war erstaunt über die Reichweite, die der Livestream hatte: «Der Anlass wurde von über 3'000 Leuten angesehen. 1'400 Leute waren andauernd dabei. Rund 3'800 haben den Link angedrückt oder waren kurzzeitig dabei. Also können wir sagen: Das war mit Sicherheit der mit Abstand bestbesuchte Anlass der Allianz Thun seit Jahrzehnten!» Auf Youtube wurde der Gottesdienst bis Montagmittag ebenfalls bereits 6'500 angeklickt.

Bewährtes Material für zu Hause

Wie kann der Glaube zu Hause gelebt werden? Diese Frage ist jetzt, wo keine gemeinsamen Gottesdienste mehr stattfinden, aktueller denn je, gerade für Familien. Das christliche Familienportal Familienecke.ch hat hierzu recherchiert und gemerkt: Es setzen sich seit Jahren verschiedenste Menschen und Werke dafür ein, dass es gutes Material für zu Hause gibt. Eine kleine Auswahl davon ist hier zu finden.

Sonntag, 22. März

Kostenloses Mittag für Notdürftige

Aufgrund des Notstands werden nun in Zürich Take-Away-Mahlzeiten an Randständige abgegeben. Hinter dem Angebot stehen die Heilsarmee, die EMK, Netz4 sowie das Chrischtehüsli. Das Angebot begann am dem 20. März und dauert bis zum Ende des Notstands. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 21. März

Wie Livenet-Leser ihre Kleingruppen organisieren

Auf die Frage nach kreativen Ideen, wie man in der Zeit von Corona Kleingruppen organisieren kann, berichteten die meisten Livenet-Leser/innen von Treffen per Skype, Discord, Zoom oder Watch2gether. Einige treffen sich in Mini-Gruppen von unter 5 Personen persönlich, da diese Treffen ja weiterhin erlaubt sind. «Internet ist kein Ersatz für die Nähe», findet etwa Rahel Brandenberger.

Eine schöne Idee teilt Judith Bützberger: «Ich habe schon lange eine Zweier-Gebetsgruppe, jeden abend per Telefon – sehr empfehlenswert.» Kreativ geworden ist auch Andreas Diethelm: «Wir müssen nach 22 Jahren erstmals mehrere Hauskreise ausfallen lassen und haben dafür eine Whatsapp-Gebetsanliegen-Gruppe gegründet.» Whatsapp kann grundsätzlich genutzt werden, um Ermutigung, Bibelverse, Lieder, Erlebnisse mit Gott und auch Humorvolles zu teilen. «Wir sind dadurch ‚näher‘ zusammengerückt, auch wenn wir uns physisch nicht nah sein können», freut sich Leserin Dorothee Wenzel.

Freitag, 20. März

Corona-Seelsorgetelefon

Die Heilsarmee Uster hat ihr Seelsorgetelefon mit einer Corona-Hotline ergänzt. Hier sollen Menschen Unterstützung erhalten, die Angst haben, einsam sind, deren Anlässe in den Gemeinden ausfallen und die von der Krankheit betroffen sind. Erfahrene Seelsorger betreuen die Hotline und haben nicht nur ein offenes Ohr, sondern beten auch für die Anrufenden. Die Nummer lautet: 044 940 04 15; Mittwoch-Samstag 14-18 Uhr und 19-23 Uhr .

Tag und Nacht Live-Lobpreis bei Youtube

Auch das Gebetshaus Augsburg muss aufgrund des Katastrophenfalls in Bayern ab sofort geschlossen bleiben. Doch das durchgehende Gebet und der Lobpreis hören damit nicht auf. Auf dem Youtube-Kanal des Gebetshauses wird nun 24 Stunden am Tag Gebet und Lobpreis live übertragen.

Gott24.tv verzeichnet Zuschauerzunahme

Der christliche Internet-TV-Sender Gott24.tv hat seine Programme in dieser Zeit etwas umgestellt und bringt vermehrt Lebensberichte und Zeugnisse von Menschen, die in vielen Fällen Wunder in ihrem Leben erlebten. Die Verantwortlichen verzeichneten nun ein grosses Wachstum der Zugriffszahlen: Während es früher täglich 6'000 bis 7'000 Zuschauer gab, die die Zahl in diesen Tagen und Wochen auf über 20'000 angestiegen. 

Allianz-Gottesdienst in Thun

Am kommenden Sonntag, 22. März wird um 10 Uhr ein Live-Gottesdienst der Schweizerischen Evangelischen Allianz stattfinden. Aufgenommen wird er in der Westhalle Thun mit dem Ziel, dass die ganze Region durch den Gottesdienst ermutigt und mit ansteckender Hoffnung erfüllt wird.

Als Interviewpartner sind Raphael Lanz oder Roland Gimmel vom Gemeindrat zu sehen sein, die Predigt hält Matthias Kuno Kuhn. Hier geht es direkt zum Youtube-Link.

Donnerstag, 19. März

New International Church: «Gute Nachrichten - trotz Coronavirus»

Die New International Church in Biel hat die Anzahl der Übertragungen erhöht, um den vielen Anfragen besser zu begegnen. Besonders gefragt ist die Sendung «Gute Nachrichten - trotz Coronavirus», die jeweils montags um 20 Uhr übertragen wird. «Damit wollen wir den Zeiten, in denen sich besorgniserregende Meldungen überschlagen, mit guten Nachrichten und positiven Zeugnissen Menschen etwas  entgegensetzen», erklärt Rebekka Lopes, Mitarbeiterin der Gemeinde.

Alphalive bietet Online-Training

Anstelle eines geplanten Basic Trainings in Bern führt Alphalive ein Online Basic Training durch. Vorgestellt wird die Kultur und Vision von Alphalive, es können Fragen dazu gestellt werden und man kann erfahren, was es für Möglichkeiten gibt, einen Alphalive mit digitalen Mitteln durchzuführen. Der Kurs findet am Mittwoch, 25.03.2020 um 19.00 Uhr online statt. Weitere Infos sowie die Anmeldung finden sich hier.

IGW bietet mit MonTalks Orientierung

Was bedeutet es jetzt, Pastor zu sein? Wie kann ich Menschen in diesen Veränderungen begleiten, ihnen Wegweisung und Sicherheit vermitteln?  Kann ein Gottesdienst online übertragen werden und trotzdem ein Gruppengefühl schaffen? Wie könnten wir virtuell das Abendmahl feiern? 

Um diese Fragen geht es in drei Webinaren der IGW, den MonTalks, die jeweils montags von 18 bis 19 Uhr stattfinden. Hier die Inhalte: Am 23. März wird Einblick in drei Kirchen und ihre Technik geben, am  30. März wird diskutiert, was es in einer solchen Zeit heisst, Pastorin oder Pastor zu sein. Der MonTalk vom 6. April beschäftigt sich als Abschluss dieser Serie mit den Herausforderungen, Chancen und Gefahren der digitalen Kirche. 

14 Zeitschriften kostenlos abrufbar

Ermutigung für Leben und Glauben brauchen die Menschen gerade in diesen Tagen mehr denn je. Deshalb reagiert jetzt der SCM Bundes-Verlag und stellt alle seine Publikumszeitschriften kostenfrei und unverbindlich digital zur Verfügung. Insgesamt 14 Zeitschriften wie zum Beispiel Family, AUFATMEN, JOYCE, Faszination Bibel oder Teensmag sind ab sofort und bis auf weiteres gratis in der App sowie in der Desktopansicht abrufbar. Der entsprechende Zugangscode kann über www.bundes-verlag.ch/digital  kostenfrei angefordert werden.

Jeden Donnerstag Kerzen am Fenster

Die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz setzen in Zeiten der Corona-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung. Bis Gründonnerstag werden im ganzen Land jeweils am Donnerstagabend Kerzen auf den Fenstersimsen entzündet. Die Menschen sind zum gemeinsamen Gebet eingeladen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 18. März

FCG Aarau: «Niemand ist alleine»

In der FCG Aarau werden Gottesdienste als Online-Screen-Gottesdienst mit einem reduzierten Team unter Einhaltung der Distanzregel produziert. Die Gemeinde ist bereits als Kleingruppen-Gemeinde organisiert, diese werden nun auch online durchgeführt. Alle zwei bis drei Tage kommt dazu ein kurzer Video-Impuls, der Hoffnung verbreiten möchte.

Wichtig ist den Leitern die Botschaft: «Niemand ist alleine!» Christen sollen aufmerksam sein, wo Menschen im Wohnblock oder in der Strasse Hilfe brauchen, um so Hoffnungsträger zu werden. Für Kinder und Teens sollen online Gottesdienste gestreamt werden, es soll auch eine Ideensammlung zur Beschäftigung von Kindern geben.

Christliches Zentrum Buchegg und Christliches Zentrum Silbern: «Liebe deinen Nächsten»

Seit zwei Wochen werden sonntags Online-Predigten auf den Websites angeboten. Ab dem kommenden Wochenende werden diese durch ein Angebot für Kinder und eins für Teenager und Jugendliche ergänzt.

Die nächsten Wochen stehen unter dem Thema «Liebe deinen Nächsten». Es geht darum, den Nächsten zu schützen und auf Treffen zu verzichten, aber auch für Menschen der Risikogruppen und Kranke da zu sein und Kontakt zu Menschen zu halten, die einsam oder isoliert sind. Die aktuelle Situation sei eine Chance, Menschen die Liebe von Jesus weiterzugeben, sei das über Online-Treffen, Whatsapp-Chats oder ein Kettentelefon, bei dem jeder täglich einen Telefonanruf bekommt und wiederum jemanden anruft. Eine Gruppe schreibt auch  Grusskarten an ältere Personen aus der Gemeinde in den Krankenhäusern und Altersheimen; die junge Generation  organisiert Einkäufe für Personen aus Risikogruppen.

Stami St. Gallen: «Schauen, dass niemand durch die Maschen fällt»

Bisher wurden die Gottesdienst noch mit 90 Leuten durchgeführt. Ab sofort wird nun ein vereinfachtes Format als Livestream genutzt, nämlich eine Predigt, die mit einzelnen Gesangsstücken eingerahmt wird. Ein Talk am vergangenen Sonntag zum Thema «Angst ist auch ein Virus» kam sehr gut an, mit dabei ein Geschäftsführer, eine Ärztin und eine Studentin.

Auch diakonische Hilfen sollen aufgegleist werden. Wichtig sei,  «zu schauen, dass niemand durch die Maschen fällt.»

Samstag, 7. März

BESJ: «Als Jugendverband haben wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung»

Der Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen (BESJ) hat aufgrund des Coronavirus sein jährliches Teamweekend umorganisiert: Die Leiterinnen und Leiter treffen sich nicht wie geplant für drei Tage in Huttwil (BE), sondern dezentral als digitale Zuschauer im Internet. Die Kongressunterlagen werden den Teams nach Hause geschickt und die Referate via Livestream übertragen.

Die Kongresskosten werden den jungen Leiterinnen und Leiter zurückgezahlt. Der Jugendverband bietet nun den BESJ-Teamweekendbecher zu einem Solidaritätspreis von 20 Franken an. Damit können Interessierte freiwillig einen Teil der bereits entstandenen Ausgaben mittragen. 

GvC Winterthur setzt wegen Coronavirus auf Livestream

Gottesdienste ohne Besucher: Die evangelische Freikirche GvC Winterthur dazu, auf die öffentlichen Gottesdienste zu verzichten und dafür den bereits bestehenden Livestream zu bewerben. Wie sich herausstellte, war das die richtige Entscheidung. Die Einschaltzahlen verachtfachten sich auf über 1'000 Nutzer.

Lead Pastor Dani Weber war überrascht, wie positiv diese Nachricht aufgenommen wurde: «Wir haben viele positive und dankbare Rückmeldungen erhalten.» Einige hätten sich sogar mit Bekannten zusammengetan und den Gottesdienst mit einem gemütlichen Sonntagsbrunch kombiniert. Die Verantwortlichen ziehen ein positives Resümee.

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