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Krisen und Kriege

Nachrichten, die beunruhigen

Wer die Nachrichten verfolgt, ist immer wieder auch emotional betroffen: verunglückte Touristen in Österreich, 176 Tote bei Flugzeugabsturz... Wie können wir damit umgehen?

Ein Mann liest Zeitung
Quelle: Pixabay

Vor ein paar Tagen noch schien die Weltlage eher ruhig. Natürlich ist das nur sehr relativ und es könnte jederzeit über Kriege und Krisen berichtet werden. Doch es gibt Ereignisse, die die Wahrnehmung und die Lage von jetzt auf gleich verändern. Ein solches Ereignis war die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch eine US-Drohne.

Mit einem Mal wurde ein Konflikt zum Pulverfass. Erste Stimmen sprachen von Krieg, manche gar von einem drohenden Weltkrieg. Die Tatsache, dass es dabei um den Nahen Osten geht, birgt zudem das Risiko einer Ölkrise mit einem möglichen Einbruch der Weltwirtschaft.

Das alles ist nicht bloss Hysterie, die es auch leider viel zu oft gibt, sondern eine Folge davon, dass vieles mit vielem zusammenhängt und ein einziges Ereignis eine negative Spirale in Gang setzen kann.

Nachrichten, die beunruhigen

Aber es gab in diesen Tagen noch andere Ereignisse, die der relativen Ruhe ein Ende setzten: Ein kurzer Kommentar des CSU-Chefs und schon scheint die Statik der Bundesregierung zu wackeln. – Ein betrunkener Mann landet mit seinem Auto in einer Touristengruppe; sechs Menschen sind sofort tot, elf weitere schwer verletzt. – Und dann das Flugzeug aus der Ukraine, das in der Nähe des Teheraner Flughafens abstürzte, alle 176 Insassen sind tot. – Das sind nur wenige Nachrichten aus jüngster Zeit.

Die Beispiele zeigen, wie schnell sich Lage und Stimmung ändern können; sei es auf persönlicher, staatlicher oder internationaler Ebene.

Geht mich das etwas an?

Wie aber können Christen damit umgehen? Sollen sie sich überhaupt mit Nachrichten und aktuellen Ereignissen befassen? Ich denke ja. Ich halte nichts davon, so zu tun, als gehe das einen nichts an. Ja, als Christen haben wir unsere Sicherheit in Jesus, aber wir bleiben doch in dieser Welt, die Gott so wichtig war (und ist), dass er seinen Sohn für sie gab.

Was nicht weiterhilft!

  • Es kann nicht sein, dass wir vor all dem den Kopf in den Sand stecken. Sei es aus Überforderung, sei es aus einer abgeklärten, vielleicht sogar fromm begründeten Distanz.
  • Es kann auch nicht sein, dass wir ungerührt das Weltende erwarten. Es gibt Christen, die rechnen damit, dass es eben noch mal richtig krachen muss, bevor Jesus wiederkommt und das Ende der Welt da ist. Ja, das wird passieren, aber es weiss eben niemand, wann das sein wird.

Was wir tun können

  • Wir sollten darauf achten, dass unser Nachrichten-Konsum zu dem passt, was wir verkraften können; sonst überfordern wir uns.
  • Als Christen sind wir nicht nur Zuschauer. Wir sitzen im gleichen Boot. Und weil dem so ist, können wir auch Einfluss nehmen, beten, helfen und mit unserem Leben auf Jesus hinzuweisen.
  • Ja, wir dürfen für uns und unsere Familie um Schutz beten und ihn auch erwarten. Doch damit sind wir nicht ausgenommen von allen Widrigkeiten. Christen erleben auch Leid, Unfälle, Unsicherheit, Arbeitsplatzverlust, Ausgrenzung, Krankheit…
  • Wir müssen damit umgehen, dass wir in einer sehr labilen Welt leben, in der mit einem Mal Konflikte zu Kriegen und Probleme zu Notständen werden. Das fordert uns heraus, zu schauen, ob unsere Sicherheit wirklich in Jesus liegt und wir ihm vertrauen.

Nicht bange machen lassen!

Vor allem aber gilt eines: Wir sollten uns nicht bange machen lassen! Was zählt, ist unser Vertrauen darin, dass wir in der Hand von Jesus sind. Damit sind wir nicht unverwundbar. Aber wir wissen in den Stürmen der Zeit, auf wen wir schauen können und wer uns Halt gibt.

Petrus lernte das, als Jesus ihn aufforderte, auf dem Wasser zu gehen. Jesus sagte zu ihm: «Komm her!» (Die Bibel, Markus-Evangelium, Kapitel 4, Vers 29). Petrus folgte und ging auf dem Wasser. Doch dann bekam er es mit der Angst zu tun, begann zu sinken und schrie: «Herr, hilf mir!»

Auf Jesus schauen

Und was passierte dann? «Sofort streckte Jesus Petrus die Hand entgegen (und) hielt ihn fest.» Dann fragte Jesus ihn: «Vertraust du mir so wenig, Petrus? Warum hast du gezweifelt?» – Man kann diese Frage als harsche Kritik verstehen oder auch als Erinnerung und Ermutigung, etwa in dem Sinn: «Petrus, es gibt doch keinen Grund zu zweifeln. Ich bin doch da!»

Das ist die Lektion, die Jesus auch uns beibringen will, damit wir in den Stürmen der Zeit nicht untergehen, sondern uns darin üben, auf ihn zu schauen.

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