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Kirche ins Haus geliefert

«Die Mehrheit hat weder Internet noch WhatsApp»

In ländlichen Gebieten des brasilianischen Bundesstaates Bahía sind Frauen trotz Pandemie unterwegs, um Kinder zu ermutigen, die keinen Internetzugang haben.

Rechts im Bild Edileusa de Jesus Nunes
Quelle: South American Division

In der Hand hält sie ein Schild mit der Aufschrift «Correio do amor» (dt. Liebesbriefe) – so macht sich Edileusa de Jesus Nunes jeweils auf den Weg. Edileusa leitet den Kinderdienst einer Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten in Bahía. Derzeit besucht sie Kinder, die in ländlichen Gebieten von Povoado de Itatiaia wohnen, um sie zu motivieren, die Bibel zu lesen. Denn die meisten dieser Kinder haben keinen Zugang zum Internet und sind dadurch seit Monaten von der Gemeinde, vom Kindergottesdienst und anderen christlichen Treffen abgeschnitten.

Dafür scheut Edileusa weder Kosten noch Mühen. Ende Juni fuhr sie mit Hilfe eines Motorrads zwölf Kilometer ab und besuchte 54 Kinder. Auch andere Mitarbeiterrinnen besuchen Familien und bringen den Kindern die «Liebesbriefe» sowie kleine Geschenke, die sie zum Bibellesen motivieren können. Allein am letzten Juni-Samstag wurden auf diese Weise 250 Kinder im Norden von Bahía besucht.

Emotionale Besuche und Bibelstunde im Freien

«Es war schön, die Kinder wiederzusehen und sie sagen zu hören, dass sie die Kirche vermissen», berichtet Edileusa vom Einsatz. Auch wenn man auf Umarmungen verzichtete und sich nur mit Distanz grüsste, war der Besuch für die durch den Lockdown isolierten Familien eine grosse Freude. Die grosse Mehrheit von ihnen habe weder Internet noch WhatsApp. Und so organisierten die Mitarbeiter des Kinderdienstes zudem kleine Bibelstunden im Freien für die Kinder. Insgesamt wurden bisher über 320 Familien besucht.

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