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Yali-Stamm in Papua-Neuguinea

Sie töteten die ersten Missionare

Voller Jubel empfingen die Yali vor wenigen Wochen neue Bibeln von einem MAF-Piloten. Das wäre vor 50 Jahren noch undenkbar gewesen. Ihre Geschichte zeigt, wie unerklärlich Gottes Wege sind.

Dank Christlichen Märtyrern hat das Yali-Volk heute Bibeln in ihrer Sprache (Bild: maf-uk.org)
Quelle: maf-uk.org

Das Volk der Yali lebt versteckt in den Bergen von Papua-Neuguinea. Kannibalismus und Hexerei bestimmten ihren Alltag – sie wussten nicht, dass es ausser ihnen noch andere Menschen gibt. In den 1960er Jahren kamen zwei Missionare aus den USA zu ihnen: Stan Dale übersetzte mit einem Yali – dem ersten Christen des Stammes – das Markus-Evangelium in ihre Sprache. Als Dale 1968 mit dem zweiten Missionar, Phil Masters, und einigen Trägern eines benachbarten Stammes weiter in Yali-Territorium vordrang, wurden sie von anderen Yali bedroht und letztlich getötet, obwohl die Gruppe das Gebiet schon wieder verlassen hatte. Die Körper wurden von den Yali gegessen, ihre Knochen gemahlen und verstreut, um so die Auferstehung zu verhindern, von der die Missionare zuvor gesprochen hatten.

Drei Monate später rettete ein Yali einen jungen Mann aus dem Dschungel. Es war der Sohn von Missionaren, der als einziger einen Flugzeugabsturz überlebt hatte. Die Yali empfanden dies als positives Zeichen und erlaubten ab sofort, dass Missionare bei ihnen leben und ihnen von Jesus erzählen konnten.

Freude über die Bibel

50 Jahre später: Vor wenigen Wochen erhielten die Yali 2'500 neue Bibeln, darunter 1'400 Kinderbibeln, die von der Mission Aviation Fellowship (MAF) im Flugzeug überbracht wurden. Die Übersetzung, die 1968 mit dem Markus-Evangelium begonnen hatte, wurde nach 30 Jahren fertiggestellt. Doch in den folgenden 20 Jahren sind die Bibeln durch die Feuchtigkeit, die Hitze und den Gebrauch stark abgenutzt.  Umso grösser die Freude über die neuen Bibeln: Bevor das Flugzeug ankam, tanzten die Yali, um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen.

Einige der Stammesältesten erinnern sich noch an die ersten Missionare. «Das hinterliess einen grossen Eindruck», erzählt einer von ihnen in einem MAF-Video. «Ohne MAF würden wir vielleicht immer noch so leben wie früher…» Dass sie heute in Frieden mit anderen Stämmen und in geistlicher Freiheit leben, verdankten sie Gott und den Missionaren. Und Gott wirkte durch den Mord, durch einen Flugzeugabsturz, durch Missionare, Übersetzer und Missionsorganisationen, um diesen abgelegenen Stamm mit seiner Liebe zu erreichen.

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