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Infektionen im Adonia-Camp

Coronavirus breitete sich in christlichem Jugendlager aus

In einem Adonia-Jugendlager in Graubünden haben sich sieben Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Dies berichtet SRF gestützt auf Informationen des Bündner Gesundheitsamtes. Adonia hat diese Meldung bestätigt. Am Lager nahmen rund 100 Personen teil – vorwiegend in Graubünden wohnhafte Jugendliche zwischen 9 bis 13 Jahren und mehrere Betreuer.

Adonia-Musicalcamp
Quelle: Adonia

Adonia bestätigte in einer schriftlichen Mitteilung die Angaben über sieben Corona-Infektionen im Bündner Junior-Musicalcamp. Im Nachgang des siebentägigen Camps, das letzte Woche im Grossraum Chur mit rund 100 Kindern, Jugendlichen und Betreuungspersonen stattgefunden hat, seien sieben Personen positiv auf Covid-19 getestet worden.

170 Personen in Quarantäne

Rudolf Leuthold, Leiter des Gesundheitsamtes Graubünden, sagt gegenüber SRF Online: «Wir haben im Nachgang zu diesem Lager festgestellt, dass eine Person positiv getestet wurde. In der Folge haben wir alle Personen, die daran teilgenommen haben, in Quarantäne gesetzt und alle, die Symptomen aufwiesen, zum Test geschickt.» Im Rahmen dieser Tests hätten bis heute sieben Personen ein positives Testresultat erhalten, so Leuthold. Diese Zahl könne aber noch steigen. Man kläre weitere Verdachtsfälle ab. Das Contact Tracing sei intensiviert worden.

Insgesamt seien im Kanton Grabünden 170 Personen in Quarantäne, darunter auch 42 Besucherinnen und Besucher eines Konzertes, das im Musiklager stattfand. Für das Lager gab es auch ein Schutzkonzept (Informationen dazu auf der Webseite von Adonia).

Virus in weiteres Lager getragen?

Es gibt noch ein Problem, wie SRF weiter berichtet: Einige Teilnehmende des Jugendlagers seien in ein anderes Ferienlager weitergezogen, bevor sie Symptome zeigten. Auch diese 30 Personen wurden in Quarantäne versetzt und das Ferienlager abgebrochen.

Ob in diesem Fall das Schutzkonzept versagt habe, fragte Radio SRF Rudolf Leuthold vom Bündner Gesundheitsamt. Dieser sagt, dass ein Schutzkonzept bestanden habe. Doch es gebe keinen hundertprozentigen Schutz. «Trotz Schutzkonzepten finden Kontakte statt.» Die Ansteckungsgefahr sei natürlich höher, als wenn man zu Hause bleiben würde.

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