Gebetszitate rund um Olympiade

«Wir beten um Silber, aber Gott gibt uns stattdessen oft Gold»

Beten trägt, hilft, erhebt. Beten ist so facettenreich wie die unterschiedlichsten Sportarten bei den Olympischen Spielen in Tokio. Und so ist diese ermutigende Sammlung von Statements zum Thema Gebet entstanden, inspiriert durch die jeweilige Sportart.
Wettkampf

Insgesamt sind hier 67 Sportarten, respektive Disziplinen aufgeführt. Warum 67 bei 51 Disziplinen und 33 Sportarten (verteilt auf 339 Wettkämpfe)? Diese Zahl ergab sich daraus, dass namentlich in der Leichtathletik viele ganz unterschiedliche Wettkämpfe mit nur einem inspirierenden Statement abgedeckt worden wären; deshalb sind zuletzt hier in diesem Artikel deutlich mehr als 33 oder 51 Zitate abgebildet. Bei manchen Statements wurde zusätzlich ein weiterführender Satz ergänzt.

Badminton: «Von den meisten Menschen wird der liebe Gott als eine Art Kundendienst betrachtet, mit dem sie durch Gebete telefonieren.» Von Ilona Bodden. Wie ein Federball wirft man Gott einen Wunsch vor die Füsse und meint, er müsse ihn postwendend erfüllen, so wie der Federball jeweils zurückkommt…

Base- und Softball: «Wenn wir beten, befinden wir uns an einem strategisch wichtigen Ort. Der Teufel lacht, wenn wir bis über die Ohren in Arbeit stecken; aber er zittert, wenn wir beten.» Von Corrie ten Boom. Ein Gebet kann wie ein Home-Run sein.

Basketball: «Niemand unter den Sterblichen ist so gross, dass er nicht in ein Gebet eingeschlossen werden könnte.» Von Bertold Brecht. Grösse ist in diesem Fall durch die grossen Basketball-Spieler symbolisch gemeint.

Bogenschiessen: «Zum Gebet braucht es nicht immer Worte, aber immer Einsicht und ein ergriffenes Herz.» Von Johannes Calvin.

Boxen: «Hände zum Gebet falten ist der Anfang eines Aufstandes gegen die Unordnung der Welt.» Von Karl Barth. In diesem Fall symbolisiert durch das Boxen.

Fechten: «Immer wieder staune ich, wie vertrauensvolles Gebet auf ganz überraschende Weise beantwortet wird.» Von Bianca Bleier. Gott ist noch wesentlich überraschender als das Überraschungsmoment im Fechten.

Fussball: «Wir sollten aus der Vergangenheit lernen, in der Gegenwart leben und für die Zukunft beten.» Von Hans Peter Royer. Ähnlich wie beim Fussball (und vielen weiteren Mannschaftssportarten) gilt es, nach vorne zu schauen.

Gewichtheben: «Durch Gebete weicht der Staub von der Seele und die Last vom Gewissen und die Angst aus dem Herzen.» Von Hermann von Bezzel.

Golf: «Ich denke über die Weltordnung nach, um sie unausgesetzt zu bewundern und den weisen Schöpfer anzubeten, der sich in ihr offenbart.» Von Jean-Jacques Rousseau. Draussen in der Natur ist die Handschrift des Schöpfers eindrücklich zu erkennen.

Handball: «Wir denken oft, dass wir beten müssen, damit Gott uns hört. Es ist aber wohl eher so, dass wir beten dürfen, damit wir Gott wieder hören lernen!» Von Michaela Voss. Gott spielt uns den Ball zu.

Hockey: «Ich sammle all meine Gefühle im Gebet.» Von Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Gleich wie im Hockey, das auch von Emotionen lebt (wenn auch weniger als in der Variante auf dem Eis).

Judo: «Beten sollte niemals eine Entschuldigung für Untätigkeit sein. Nehemia betete, aber er stellte auch Wachen zum Schutz auf.» Von Corrie ten Boom.

Kanusport: «Beten heisst: Mitten durch die Kälte und Finsternis hindurchwandern und zum Vater gehen.» Von Friedrich von Bodelschwingh.

Karate: «Die Kraft des Menschen ist das Gebet.» Von Dietrich Bonhoeffer.

100 Meter: «Das Dengeln der Sense verzögert das Mähen nicht. So habe ich gefunden: Beten ist kein Zeitverlust, sondern Zeitgewinn, weil die Arbeit in kürzerer Zeit geschafft wird, als wenn man sie in eigener Kraft tut.» Von Ernst Modersohn. So wird aus einem Marathon ein Sprint.

200 Meter: «Wie ein Schuster einen Schuh macht und ein Schneider einen Rock, also soll ein Christ beten. Eines Christen Handwerk ist Beten!» Von Martin Luther. Genauso wie das Handwerk eines Sportlers (in vielen Sportarten) der Sprint ist.

400 Meter: «Wir beten Gott an, wenn uns bewusst ist, dass Gottes Geschenk weitaus grösser ist als das, was wir geben können.» Von Max Lucado. Für dieses Statement wurde der 400-Meter-Lauf gewählt, weil bei diesem eine Sauerstoffschuld entsteht.

800 Meter: «Jesus kommt es nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität des Betens an. Gott misst meine Frömmigkeit nicht in Minuten, sondern an meiner inneren Haltung.» Von Karl Albietz. Es kommt also nicht auf die Sekundenbruchteile an wie bei den Sprints über 100, 200 oder 400 Metern, aber ein Gebet muss sich auch nicht unbedingt in die Länge ziehen.

1500 Meter: «Wir beten um Silber, aber Gott gibt uns stattdessen oft Gold.» Von Martin Luther.

5000 Meter: «Das Gebet ist nicht etwa ein Ausdauertest oder Marathonlauf. Entscheidend ist nicht, wie lange wir beten, sondern wie ernsthaft.» Von William MacDonald.

10.000 Meter: «Im Gebet ist es besser, das Herz ohne Worte sprechen zu lassen als Worte ohne Herz.» Von John Bunyan. Auf der Strecke kann dem Herzen auch einfach einmal freier Lauf gelassen werden.

Marathon: «Beten ist Atem holen aus Gott.» Von Dietrich Bonhoeffer.

110 Meter Hürden: «Wenn wir versuchen zu beten, es aber nicht können, dann berührt Gott uns als Erwiderung ganz zart. In diesem Sinn gibt es so etwas wie ein misslungenes Gebet gar nicht.» Von Brennan Manning. Auch wenn das Gebet holprig wirkt: Gott sieht das Herz, nicht nur die Worte.

400 Meter Hürden: «Vergessen Sie nie, Ihre Anbetung am Morgen und Abend durch eine endlose Kette von kurzen Stossgebeten währen des Tages miteinander zu verbinden.» Von John Charles Ryle. Täglich werden so Hürden übersprungen.

3000 Meter Hindernis: «Wenn Gott tatsächlich unter uns wohnen darf, werden alle die Dinge geschehen, um die wir schon seit Jahrzehnten beten.» Von Axel Weber. Gott hat die Hindernisse bereits überwunden.

4 × 100 Meter Staffel: «Menschen beten, für das, was sie möchten. Gott gibt ihnen jenes, was sie brauchen.» Von Hans-Georg Wigge. Gott führt uns von Etappe zu Etappe.

4 × 400 Meter Staffel: «Wenn du so viel Arbeit hast, dass du nicht mehr beten kannst, dann sei versichert, dass du mehr Geschäfte hast als Gott für gut findet.» Von Dwight Lyman Moody. Deshalb ist es gut, gemeinsam zu rennen und Gott den Lead zu überlassen.

20 Kilometer Gehen: «Wenn unser Beten so schwach ist, dass wir es selbst kaum vernehmen, neigt Gott doch sein Ohr zu uns und achtet auf unser leisestes Flehen.» Von Charles Haddon Spurgeon. Wenn wir ausgelaugt sind – wie bei einer 20-Kilometer-Gehen-Strapatze –, ist Gott dennoch ganz nah.

50 Kilometer Gehen: «Das Gebet kann die Lage verändern oder – bei bleibender Lage – meine Schultern stärken zum Durchtragen.» Von Paul Deitenbeck.

Weitsprung: «Man kann kein Christ sein, ohne zu beten, sowenig wie man lebendig sein kann, ohne zu atmen.» Von Martin Luther. Und man könnte ergänzen: Sowenig ein Weitsprung gelingt, wenn man nicht abspringt.

Dreisprung: «Gebet wird an seiner Tiefe gemessen, nicht an seiner Länge.» Von Arno Backhaus.

Hochsprung: «Kein Christ steigt je höher als sein Gebet.» Von Warren Wiersbe.

Stabhochsprung: «Das Gebet ist eine Himmelsleiter. Auf steigt das Gebet und herab steigt Gottes Erbarmen.» Von Aurelius Augustinus. Der «Himmel» wird in der Bibel übrigens ganz anders beschrieben, als oft landläufig beschrieben, das Buch der Bücher spricht von einer künftigen, realen Erde.

Kugelstossen: «Schon der Wunsch zu beten ist ein Gebet.» Von Georges Bernanos. Dem Kraftakt, der im Fall des Gebets Kraft gibt, kann ein kräftiger Impuls vorausgehen.

Diskuswurf: «Das Beten sollte niemals auf bestimmte Zeiten, Orte oder Umstände beschränkt bleiben.» Von John Fullerton MacArthur. Während der Diskuswurf und viele andere olympische Sportarten jeweils – sinnvollerweise – klar terminiert sind, ist das Gebet etwas, das wir ganz anders, viel freier gestalten können.

Hammerwurf: «Beten können heisst zuerst danken können.» Von Albert Schweitzer. Das befreit auch von Last. Ähnlich wie beim Hammerwurf, wo man versucht, eine Last möglichst weit wegzuwerfen.

Speerwurf: «Menschen können uns alles wegnehmen, aber sie können es uns nicht nehmen, dass wir für sie und unsere Freunde beten.» Von Gordon MacDonald. Der Speer ist nicht verloren, wenn man ihn wegwirft. Er landet und erzielt ein Resultat.

Zehnkampf: «Bete, bete ohne Unterlass. Das Gebet ist ein Vorrat an Kraft.» Von Charles-Pierre Baudelaire.

Moderner Fünfkampf: «Vielleicht wären unsere Tischgebete freudiger und dankbarer, wenn uns bewusst wäre, welche Arbeit dahinter steckt, bis wir ein Brot auf dem Tisch haben.» Von Warren Wiersbe. Wie im Fünfkampf – es steckt viel Arbeit dahinter; und vieles, das wir als selbstverständlich erachten, ist es eigentlich nicht.

Radsport: «Beten nährt die Seele – was das Blut für den Körper ist, ist das Gebet für die Seele.» Von Mutter Teresa.

BMX: Das Gebet sollte unser Steuerrad und nicht unser Ersatzrad sein. Von Corrie ten Boom.

BMX freestyle: «Beten bedeutet, dass wir uns der Gegenwart Gottes aussetzen.» Von John Pritchard. Gleich wie man sich beim BMX freestyle der Schwerkraft aussetzt.

Mountainbike: «Es gibt Funklöcher, aber keine Gebetslöcher. Wir können nicht immer telefonieren, aber immer beten.» Von Gerrid Setzer. Wo immer man ist – Gott hört zu. Und er ist da.

Reiten Dressur: «Wer sofort und täglich jede Sorge in ein Gebet verwandelt, der steht zwar auch noch vor den Rätseln des Lebens und seinen geheimnisvollen Führungen, aber diese Rätsel dürfen ihn nicht mehr quälen, weil er betend den Kontakt mit dem väterlichen Herzen hält.» Von Helmut Thielicke. Mit Gott an Bord sitzt man fest im Sattel.

Reiten Springen: «Um zu wissen, ob es einen Gott gibt, verlange ich von euch nur eins: Macht die Augen auf. Macht eure Augen auf, und ihr werdet einen Gott erkennen und ihn anbeten.» Von (François Marie Arouet) Voltaire. Die Natur, die Schöpfung, wie in diesem Fall die Pferde, sind Gottes Visitenkarte.

Ringen: «Hüte dich vor allem in deinen Gebeten, Gott Grenzen zu setzen, nicht nur durch Unglauben, sondern auch dadurch, dass du dir einbildest, du wüsstest, was er tun kann.» Von Andrew Murray. Wie im Ringen, wo bei einer zurechtgelegten Strategie viel Unvorhergesehenes geschehen kann.

Rudern: «Im Unglück hat der Mensch das Bedürfnis empfunden, zu Gott zu beten, im Glück jedoch nie die Notwendigkeit, zu danken.» Von Sully Prudhomme. Wenn man ins Rudern kommt, ist es gut, zu Gott zu beten – und auch dann, wenn das Ziel erreicht ist.

Rugby: «Das ist Gebetsgemeinschaft, wenn Kinder Gottes gemeinsam Gott anbeten, gemeinsam Gott loben, gemeinsam Gott danken, gemeinsam Gott bitten.» Von Friedhold Vogel. Gebet kann auch ein «Teamsport» sein.

Schiessen: «Das Gebet legt Gottes Werk in seine Hände und lässt es dort.» Von Edward McKendree Bounds.

Schwimmen: «Ein Gebet, das du für andere sprichst, senkt auch Frieden in dein eigenes Herz.» Von Gudrun Zydek. Schwimmen ist harte Knochenarbeit – Frieden ebenso, und durch das Gebet kann man ihm näherkommen.

Synchronschwimmen: «Beim Gebet erleben wir die grosse und intime Nähe Gottes. Es geht nicht um Methoden, sondern um die wunderbare Beziehung und Begegnung mit Gott.» Von Richard J. Foster. Man synchronisiert das eigene Herz mit Gott.

Wasserball: «Du kannst mehr tun als beten, nachdem du gebetet hast, aber du kannst nie mehr tun als beten, ehe du gebetet hast!» Von Charles Haddon Spurgeon. Beten ist voller Einsatz, ähnlich wie das enorm konditionsfordernde Wasserball.

Wasserspringen: «Das Gebet ist die stärkste Form von Energie, die man erzeugen kann, so real wie die Schwerkraft.» Von Alexis Carrel.

Segeln: «Wenn die Menschen doch beten würden! Alle Politik, alles Elend, alles wäre gut, nur Gebet, warmes, stürmisches Gebet zum himmlischen Vater. Er wartet darauf! Er will es! – Und die Welt?» Von Ladislaus Batthyány-Strattmann.

Skateboard: «Die grösste Notwendigkeit der Gemeinde Jesu sind nicht Männer mit viel Geld oder gescheiten Köpfen, sondern Männer, die beten können.» Von Edward McKendree Bounds. Es geht darum, auch wenn alles ins Rollen kommt, auf einer soliden Unterlage zu stehen.

Sportklettern: «Gebet ohne Dank führt zur Verarmung der Seele und nimmt dem Gebet die Wirksamkeit.» Von Jerry Bridges. Der Dank ist ein sicherer Halt.

Surfen: «Verlass von Zeit zu Zeit die Menschen, such die Einsamkeit, um im Schweigen und anhaltenden Gebet deine Seele zu erneuern!» Von Carlo Carretto.

Taekwondo: «Lasst uns eifrig beten um das grosse Gut des Friedens! Ein gewaltiger Beter ist eine feurige Mauer um sein Vaterland her.» Von Charles Haddon Spurgeon.

Tennis: «Gott erhört das aufrichtige Beten seiner Kinder. Warum – um alles in der Welt – machen wir so wenig Gebrauch davon?» Von Peter Strauch. Am besten so oft, wie im Tennis das Racket den Ball berührt.

Tischtennis: «Wenn eine Sorge zu gering ist, sie in ein Gebet zu verwandeln, dann ist sie auch zu gering, sie zu einer Last zu machen.» Von Corrie ten Boom. Gott kann eine Last leicht wie einen Tischtennisball machen.

Triathlon: «Selbst im Angesicht der grossen Menschenmenge hat Jesus sich nie hetzen lassen, sondern sich zuerst zum Gebet zurückgezogen.» Von Eva-Maria Admiral. Gebet muss nicht Ruckzuck gehen. Wie im Triathlon, der eine längere, vielschichtige Angelegenheit ist.

Turnsport: «Das Recht zum Gebet ist ein wundervolles Geschenk Gottes an uns.» Von Willhelm Busch. Ein Geschenk, das uns durch alle Zeiten trägt, wenn wir es verwenden. Der Turnsport gehört zu den ältesten olympischen Sportarten und ist eine der vier, die bei allen Olympischen Spielen vertreten war.

Kunstturnen: «Gebet ist nicht, dass wir Gott mit unseren Bitten bestürmen, sondern dass wir in Einklang kommen mit Gott.» Von Oswald Chambers.

Rhythmische Sportgymnastik: «Dem Gebet den zweiten Platz zu geben heisst, Gott im alltäglichen Leben zweitrangig zu machen.» Von Edward McKendree Bounds. Es wäre, als würde man aus dem Takt geraten – dann empfiehlt es sich, diesen wieder zu finden.

Trampolinturnen: «Was einem Vogel die Flügel und einem Schiff die Segel sind, ist der Seele das Gebet.» Von Corrie ten Boom.

Volleyball: «Wäre uns das Kraftpotential unserer Gebete bewusst, gingen wir hundertmal am Tag auf die Knie, um von ihm Dinge zu erbitten, die die Welt auf den Kopf stellen würden.» Von Bruder Andrew (Gründer von Open Doors). Es wäre wie im Volleyball ein Smash nach dem anderen.

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Datum: 22.07.2021
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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