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Leiter der Ev. Allianz Frankreich

Er heisst nun nicht mehr Christian, sondern Lazarus

Weltweit sind viele Pastoren an Covid-19 erkrankt, so auch Christian Blanc, Leiter der Französischen Evangelischen Allianz. Einen Monat verbrachte er in kritischem Zustand im Krankenhaus. Heute sieht er diese Zeit als Segen an.

Christian Blanc
Quelle: Alliance Presse

«Ende März wurde ich wegen Atemnot in das Val d'Ariège-Krankenhaus überwiesen. Ich hatte Covid-19 und mein Zustand hatte sich so weit verschlechtert, dass mich die Ärzte für zwei Wochen ins künstliche Koma versetzten», berichtete Blanc gegenüber dem Französischen Magazin La Vie. Das Problem war nicht nur in den Lungen, sondern auch in den Nieren und im Herzen. «Als ich aufwachte, erklärten mir die Ärzte, dass ich mehrmals beinahe vom Leben in den Tod übergegangen war…»

An Gott festgehalten

Im Krankenbett hielt er an dem einzigen fest, der ihm noch helfen konnte – an Gott. «Es blieb mir nichts anderes mehr, an das ich mich hätte hängen können, als an Gott. Ich dachte an ihn als meinen himmlischen Vater, der da war und über mein Schicksal entscheiden kann. Und sein Wort trug mich durch meine Zeit im Krankenhaus…»

Eines abends war die Situation so kritisch, dass die Ärzte seine Frau anriefen und ihr erklärten, dass wenn sie in der Nacht anrufen würden, so wäre dies, um sie über den Tod ihres Mannes zu informieren. «Doch am nächsten Morgen rief sie der Arzt an, um zu sagen, dass alles (die gesundheitlichen Probleme) weg war und die Ärzte selbst nicht verstanden, was passiert war.» Das war der Beginn der Besserung, eine Woche vor Ostern.

Eine neue Perspektive

Aus dem Koma aufgewacht, gab ihm seine Mutter voller Dankbarkeit den Namen «Lazarus», in Anlehung an den Freund von Jesus, welchen er vom Tod auferweckte. Nach drei Wochen Intensivstation und insgesamt einem Monat Krankenhausaufenthalt wurde Christian «Lazarus» Blanc endlich entlassen.

Im Rückblick sieht er die Krankheitszeit als Segen. «Ich konnte jede Wahrheit über Gott aufnehmen und verkörpern, die Hoffnung und das Vertrauen, über welche ich häufig gepredigt hatte. Das sind Wahrheiten, die ich zuvor nur auf intellektueller Ebene begreifen konnte, wenn ich die biblischen Texte studiert hatte.» Doch jetzt habe sich seine gesamte Perspektive geändert. «Ich kann jetzt Menschen, die leiden, besser verstehen. Ich sehe sie nicht mehr so wie früher. Ich glaube und hoffe, dass meine Ermutigung anderer ab jetzt menschlicher sein wird.»

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