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Sind die vielen Kremationen ein Zeichen auf «das Ende der Zeit der Nationen» hin?

Durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi hat heilsgeschichtlich eine neue Zeit begonnen. Nachdem Israel den Gesalbten Gottes, Jesus Christus, verworfen hatte, wurde Israel von Gott für eine gewisse Zeit auf die Seite gestellt. In Lukas 21,24 kündigte Jesus Christus an, dass Jerusalem von den Angehörigen fremder Völker niedergetrampelt würde, bis die von Gott bestimmte Zeit der Nationen zu ihrem Ende komme. 70 n.Chr. wurde Jerusalem von den Römern eingenommen, der Tempel zerstört, eine grosse Anzahl der Juden getötet und die übriggebliebenen Juden in alle Welt deportiert. Damit hat die Zeit der fremden Völker, der Nationen, begonnen. Seit dem Pfingstereignis wurde das Evangelium Jesu Christi den Völkern auf der ganzen Welt verkündigt, so dass über die rund 2000 Jahre hinweg Millionen von Menschen, aus aller Welt und aus allen Völkern, zum Glauben an den Sühnungstod und die Auferstehung Jesu Christi kamen. Mit der Verbreitung des Christentums in Europa verschwanden die heidnischen Feuerbestattungsrituale. Der Altertumsforscher, Jacob Grimm, sagte an einer Vorlesung, welche er 1849 in der Akademie der Wissenschaften hielt: «Wohin das Christentum drang, da erloschen vor ihm alle Leichenbrände.»1  Im Jahr 786 erliess Karl der Grosse eine Verordnung, wodurch die Leichenverbrennung verboten und die Erdbestattung als verpflichtend deklariert wurde.2  Über 1000 Jahre, bis in das 19. Jahrhundert, hielten sich die europäischen Völker an diese Verordnung. Freidenker führen die Feuerbestattung wieder ein
Findling auf dem Le Chasseron (VD)
Kirche Avers-Cresta (GR)

Da die Freidenker weder an das Weiterleben nach dem Tod noch an eine Auferstehung glauben, waren es vor allem Vereinigungen aus dem freidenkerischen Umfeld, welche sich bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gegen das Verbot der Leichenverbrennung engagierten. Sie wollten mit der Kremation sich bewusst vom Auferstehungsglauben und von der christlichen Bestattungskultur abgrenzen. Um ihre Ziele zu erreichen, brachten sie damals Argumente wie Hygiene und ökonomische Gründe hervor. In neuerer Zeit argumentierten sie unter anderem mit angeblichem Platzmangel und Wachsleichen auf den Friedhöfen. Bei den Sozialdemokraten fanden die Freidenker eine willkommene Unterstützung für ihr Anliegen. Diese sahen in der Kremation vor allem eine kostengünstigere Bestattungsart. 1878 wurde in Gotha, Deutschland, das erste Krematorium Europas in Betrieb genommen. Mit einer insistierenden und anhaltenden Beeinflussung in Politik und Medien haben es die freidenkerischen Kreise fertiggebracht, dass die Kremation von vielen Menschen, auch von Christen, akzeptiert wurde. Gemäss dem SVFB3 wurden 2014 schweizweit 87.45% aller Verstorbenen verbrannt (55'616 Kremationen).

 

Kremation entwickelt sich Hand in Hand mit der Säkularisierung
Es ist auffallend, dass die Entwicklung der Kremation mit der Säkularisierung4 Hand in Hand geht. Es sind ebenfalls vor allem die freidenkerischen Kreise, welche schon seit längerer Zeit auf eine Trennung von Kirche und Staat drängen und damit die Säkularisierung vorantreiben. Mit dem neuen Lehrplan 21 wurde das christliche Glaubensgut zum grössten Teil aus den Schulen verbannt und durch die Evolutionstheorie ersetzt. Aktuell sind ernsthafte Bestrebungen im Gange, die Präambel «Im Namen Gottes» aus der Verfassung zu streichen und den tiefsinnigen, religiösen Text der Landeshymne durch einen neuen, humanistischen Text zu ersetzen, in welchem Gott keinen Platz mehr hat.

Rettung der Welt ohne Gott und ohne Jesus Christus
Weil nun die Welt und das Leben zufällig, durch die Evolution, entstanden sein soll, bildet sich die Menschheit ein, sie müsse den Fortbestand der Menschheit und des Blauen Planeten selbst in die Hand nehmen. Mit der AGENDA 21 haben die Vereinigten Nationen 1992 zur Rettung des Blauen Planeten einen Aktionsplan für eine nachhaltige Entwicklung erarbeitet. 178 Regierungen, darunter auch die Schweiz, haben sich mit ihrer Unterschrift verpflichtet, Gesetze, Lehrpläne, Lehrmittel, Massenmedien und Förderprogramme usw. gemäss der AGENDA 21 zu gestalten. Mit anderen Worten ausgedrückt, möchte die Menschheit mit der AGENDA 21 die Umwelt, das Klima und die Menschheit retten, ohne Gott und ohne Jesus Christus. Wie damals, vor rund 2000 Jahren, die Juden ihren Messias verworfen haben und damit das Ende des Alten Bundes besiegelten, so verwerfen heute die Nationen mit der AGENDA 21 das Christentum und besiegeln somit «das Ende der Zeit der Völker/Nationen». (Lukas 21,24b)

Kremation: Ein Zeichen auf das Ende der Zeit der Nationen?
Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte in Bezug auf die fortschreitende Säkularisierung der Gesellschaft und der gleichzeitig ansteigenden Zahl der Kremationen, so kann man sich durchaus die Frage stellen, ob die vielen Kremationen der heutigen Zeit nicht auch ein Zeichen auf «das Ende der Zeit der Völker/Nationen» sein könnte?

Zeugnis vom Glauben an die Auferstehung
Gerade in einer, säkularisierten Welt und Zeit, wie wir sie heute haben, können Christen mit einer Erdbestattung Zeugnis vom Tod und der Auferstehung Jesu Christi und von ihrer lebendigen Hoffnung auf ein unvergängliches und unbeflecktes Erbe im Himmel abgeben. (1.Petrus 1,4)  

Verfügen Sie Ihre Erdbestattung
Weil heute die Kremation der Regelfall ist, das heisst, wenn nichts anderes verfügt wurde oder Familienangehörige etwas anderes verlangen, dann wird kremiert. Deshalb empfiehlt der Verein für Erdbestattung und Persönlichkeitsschutz (VE+P), dass wer erdbestattet sein will, dies auch verfügt. Verfügungsformulare für eine persönliche Erdbestattung und Patientenverfügung können beim Sekretariat VE+P, Postfach 16, 8514 Bissegg kostenlos bestellt oder unter www.ve-p.ch heruntergeladen werden.

Arthur Bosshart
Sekretär VE+P

1Jacob Grimm: Über das Verbrennen der Leichen. Eine in der Akademie der Wissenschaften am 29. November 1849 von Jacob Grimm gehaltene Vorlesung
2Quelle: Wikipedia
3SVFB Schweizerischen Verband für Feuerbestattung
4Abwendung von Religion und von religiösen Werten als gesellschaftliche Entwicklung

Datum: 06.09.2021
Quelle: VE+P

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