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Ein Schlag auf die Hand

Zwei Frauen, zwei Männer und völlig unterschiedliche Reaktionen

Dass selbst der Papst genervt sein kann, hätte wohl kaum jemand erwartet. Als er vor wenigen Tagen seine Menschlichkeit durchblitzen liess, reagierten viele mit Empörung. Ein anderer Mann reagierte in einer ähnlichen Situation völlig anders.

Papst Franziskus von Passantin genervt
Quelle: Youtube Screenshot
Papst Franziskus
Quelle: © Jeffrey Bruno / CC-BY-2.0 (via Wikimedia Commons)

Ein unvorteilhaftes Video von Papst Franziskus dreht derzeit seine Runden durchs Internet: Nach der Silvestermesse im Petersdom besucht er traditionsgemäss die Krippe auf dem Petersplatz, wird dabei von einer Gläubigen ruckartig am Arm gerissen, die seine Aufmerksamkeit erhalten will, um ihm ein paar Worte sagen zu können. Doch die Reaktion des «Heiligen Vaters» ist alles andere als heilig: Sichtbar wütend entreisst er ihr die Hand und stapft in Richtung Petersdom, während seine Sicherheitsleute für Ordnung sorgen.

Szenenwechsel

Ganz anders dagegen war die Reaktion von demjenigen, als dessen Stellvertreter der Papst gilt: Jesus. Als dieser von einer Menschenmenge umzingelt wurde – damals noch ganz ohne Sicherheitspersonal –, spürte er plötzlich, dass jemand durch ihn geheilt worden war. Aber wer? Natürlich wusste Jesus ganz genau, wer geheilt worden war. Es war eine Frau, die seit zwölf Jahren an schweren Blutungen litt, was sie in ihrer Gesellschaft zu einer unreinen Frau machte. Kein Arzt konnte ihr helfen, obwohl sie ihr gesamtes Vermögen dafür ausgegeben hatte. Doch es wurde alles immer schlimmer. Erst als sie von Jesus hörte, flammte Hoffnung in ihr auf – Jesus würde sie heilen können. Und tatsächlich: Sie schaffte es, von hinten an Jesus heranzukommen und in dem Moment, in dem sie ihn berührte, war sie geheilt!

Liebe und Gnade

Das spürt Jesus und fragt: «Wer hat mich berührt?» Was für eine Frage, wo er von Hunderten Neugierigen umzingelt ist. Ängstlich gibt sich die Frau zu erkennen. Doch anstatt ihr verärgert auf die Hand zu schlagen oder sie zu rügen, seine Kraft unerlaubt ausgenutzt zu haben – Frauen hatten damals ja eh kaum Wert in der Gesellschaft –, schaut er sie liebevoll an und sagt: « Du brauchst dich nicht zu fürchten, meine Tochter! Dein Glaube hat dich gerettet.» (nachzulesen in Markus, Kapitel 5, Verse 20 bis 22).

Wer zu Jesus kommt, braucht keine Angst vor seiner Reaktion zu haben, selbst wenn er sich ungenügend fühlt oder sich ihm nicht auf konventionelle Weise nähert. Jesus ist Liebe – und er begegnet jedem mit dieser Liebe, der sich ihm nähert und der sein Vertrauen auf ihn setzt. Ob diese Begegnung dann ein Wunder zur Folge hat oder nicht: Wer Jesu Liebe und Gnade hautnah erleben darf, ist für immer verändert.

Der Papst, auch nur ein Mensch

Dass der Papst im besagten Moment nicht ganz so liebevoll reagierte, ist aber nur verständlich. Sicherlich war er müde, hatte genug vom Trubel – er ist eben auch nur ein Mensch. Und jeder Mensch hat mal einen schlechten Moment. Aber wie gut zu wissen, dass Jesus nie genervt ist, wenn wir zu ihm kommen.

Hinterher entschuldigte sich der Papst öffentlich in einer Rede für sein unangebrachtes Verhalten. Und einen Fehler einzugestehen und um Vergebung zu bitten ist auch etwas, das jeder Christ sich aneignen sollte.

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