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Reinhard Bonnke

8000 feierten das ICF-Jubiläum im Hallenstadium

Die Freikirche ICF feierte ihr 15-jähriges Bestehen. 8000 feierten mit, während einige wenige dagegen demonstrierten. Ein Medienereignis, besonders für das Fernsehen SF1 und den Zürcher Tagesanzeiger. Die zuvor beschworenen Vorurteile bestätigten sich nicht. Bonnke ermutigte vor allem zum entschiedenen Glauben und zur persönlichen Evangelisation.

Reinhard Bonnke predigte im Zürcher Hallenstadion.

Mit der Einladung des deutschen Missionars und Heilungspredigers Reinhard Bonnke hatte ICF einen medialen Wirbel ausgelöst. Die Sendung «Rundschau» von SF1 und etliche Zeitungen kritisierten den bevorstehenden Auftritt scharf, weil sich Bonnke mit afrikanischen Diktatoren getroffen habe und seine Heilungen nicht überprüfbar seien. Viel Aufmerksamkeit ernteten auch einige Demonstranten der Jungsozialisten – auf den Bildern waren es nicht mehr als 15 –, welche gegen die Veranstaltung im Hallenstadion demonstrierten. 

«Lammfrommer» Bonnke in der «Hölle» des Hallenstadions

Dass Reinhard Bonnke mit der Selbstbezeichnung «Mähdrescher Gottes» polarisiert, liegt in der Natur der Sache. Wer sich so bezeichnet, provoziert externen und internen Gegenwind. Recht sachlich und fast ernüchtert konstatierte der «Tages-Anzeiger» nach dem Event: «Prediger Reinhard Bonnke war im Hallenstadion lammfromm». Schliesslich sei das Jubiläum unter dem Motto «Jesus rettet» gestanden. Stamm dazu ironisch: «... und laut Bibel werden die Armen im Geiste selig». Er kritisierte, dass Bonnke zu oft in der «Ich-Form» spreche. Er hob die starke Rhetorik Bonnkes hervor, auf welche die Besucher aber relativ verhalten reagiert hätten. Kaum Begeisterungsstürme.

Der einzige im Anzug

Am Sonntag hatte bereits die Sonntags-Zeitung einen ausführlichen Bericht gebracht, der die zuvor publizierte Kritik und Vorurteile wiederholte, sie in den Veranstaltungen aber nicht wirklich bestätigt fand. Zwar sei «die Hölle los» gewesen, aber diese Bemerkung bezog sich vor allem auf die laute Worship-Musik im Stadion. Eine gewisse Enttäuschung von Journalist Chris Winteler drückte sich im Titel der Reportage aus: «Der umstrittene Prediger Reinhard Bonnke vollbrachte im Hallenstadion keine Wunder». Und er bemerkt, dass sich vor allem gläubige Insider versammelt hätten: «Hier muss Missionar Bonnke niemanden bekehren, niemanden retten. Heute gibt’s für den Mähdrescher keine Ernte einzufahren. Man ist unter sich.» Und er hat scharf beobachtet: «Bonnke betritt die in Rosa getauchte Bühne, er ist der Einzige im Saal, der Anzug trägt.» und mit einem Blick ins Publikum: «Die Menschen stehen auf, recken die Arme in die Luft, entrückte Blicke, sie sind bereit zu empfangen.»

Kritik: Keine Heilungsgottesdienste

Während zuvor die Heilungsgottesdienste Bonnkes kritisiert wurden, kritisierte auch der Tages-Anzeiger, dass keine Heilungsgottesdienst stattgefunden hätten: «Der deutsche Wunderheiler und ‚Mähdrescher Gottes‘ liess die Kranken beim ICF-Jubiläum im Hallenstadion im Stich und fuhr nur eine kleine Ernte ein», bilanzierte Hugo Stamm. Bonnke sei eher als Rasenmäher denn als Mähdrescher aufgefahren.
Stattdessen habe Bonnke zum Evangelisieren aufgerufen: «Damit die Schweiz gerettet werden kann, sollten alle im Saal ihr Leben Gott widmen, jede Strassenecke soll als Plattform zum Predigen dienen – «Halleluja!» – Alle seien von Gott berufen, Menschenfischer zu sein: «Fischt, werft Netze aus, nicht in der Badewanne – dort fängt ihr nur die Seife – fischt in Seen, dort sind die Fische.»

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