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Kirchen in UK

«Viele sind so beschäftigt wie nie zuvor»

Online-Gottesdienste, neue Projekte in der Nachbarschaft, Initiativen mit lokalen Behörden: Die Kirchen Grossbritanniens sind so beschäftigt wie nie zu vor. Zudem habe das Interesse an den Gottesdiensten zugenommen. Das ergab eine Umfrage der Evangelischen Allianz UK.

Eine leere Strasse während dem Lockdown in Leeds, Grossbritannien
Quelle: unsplash.com

59 Prozent der Kirchen Grossbritanniens erlebten während des Lockdowns ein verstärktes Interesse der Menschen an Jesus. Das ergab eine Umfrage der Evangelischen Allianz UK unter dem Titel «Changing church: Responding tot he coronavirus crisis» (frei übersetzt «Kirche verändert sich: Eine Antwort auf die Coronavirus-Krise»). Hierbei wurden 900 Kirchen und Organisationen dazu befragt, wie sie auf die Krise reagierten und welche Veränderungen sie durch die Pandemie erlebt hätten. Die Umfrage wurde in der Woche vom 14. bis 20. Mai durchgeführt.

Flexibilität und Kreativität

«Die Kirchgebäude sind seit März geschlossen, aber viele (Gemeinden) waren noch nie so beschäftigt», heisst es im Bericht zur Umfrage. «Sie bringen die Sonntagsgottesdienste online und haben die kirchenbasierten Aktivitäten und Projekte in ihre unmittelbare Umgebung verschoben, um den Bedürfnissen der sozial Schwachen zu begegnen.» 84 Prozent der Befragten Kirchen und Organisationen hätten die Art, in der sie arbeiten, verändert und dabei viel Flexibilität und Kreativität gezeigt. Kleinere Gemeinden hätten dabei eher Live-Gottesdienste übertragen, während grössere Kirchen die Gottesdienste zuvor aufgenommen und erst dann übertragen hätten.

Die neuartigen, digitalen Kanäle hatten aber auch in Grossbritannien evangelistische Auswirkzungen: Es gab «in 59 Prozent der befragten Kirchen einen Zuwachs an Menschen, die interessiert daran sind, mehr über Jesus und den christlichen Glauben zu erfahren», heisst es im Bericht und weiter: «Es ermutigte uns sehr zu hören, dass 70 Prozent der Gemeindeleiter sagen, dass Menschen, die normalerweise nicht in die Kirche gehen würden, jetzt die Gottesdienste anschauen. Und das war unter allen Denominationen gleich.»

Viele neue Projekte

Die Umfrage zeigte zudem, dass die Kirchen auch in der sozialen Hilfe aktiver geworden sind. 88 Prozent der Gemeindeleiter erklärten, dass ihre Kirchen sich für die sozial Schwachen ihrer Umgebung einsetzen, 72 Prozent arbeiten sogar mit lokalen Behörden, mit anderen Gemeinden oder Hilfsorganisationen zusammen. «Fast die Hälfte der Kirchen, die die Umfrage beantworteten (48 Prozent) haben eine neue Initiative in ihrer Umgebung gestartet, seitdem der Coronavirus ausgebrochen ist. Die meisten Projekte waren entweder die Versorgung mit Notfall-Lebensmittelrationen oder Freundschaftsaufbau mit Senioren und Isolierten», so die Evangelische Allianz UK. Über die Hälfte der Befragten erklärten, dass sie genug finanzielle Ressourcen hätten, um diese Hilfe weiterhin aufrechtzuerhalten.

Die Ergebnisse deuteten mit Hoffnung auf die Zukunft, hiess es am Ende des Berichts.

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