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Er ist selbst Muslim

NBA-Star aus Zürich kritisiert Hagia Sophia-Moschee

«E

Enes Kanter
Quelle: Facebook

s tut mir leid für meine christlichen Brüder», sagt Enes Kanter. Der in Zürich geborene Basketball-Star von den «Boston Celtics» kritisiert, dass die Hagia Sophia nun als Moschee genutzt wird.

Enes Kanter kam in Zürich zur Welt, sein Vater Mehmet studierte Medizin an der Universität Zürich. Später zog die Familie in die Türkei, wo sein Vater Professor wurde.

Als Teenager wurde Enes Basketball-Spieler bei Fenerbahce Istanbul, im Alter von 17 Jahren wechselte er in die USA, wo er sich schliesslich in der NBA durchsetzte.

Unverblümt kritisiert Enes Kanter nun, dass die Hagia Sophia mittlerweile in eine Moschee umgewandelt worden ist. «Ich habe das Gefühl, dass es eines von Erdogans Spielen ist. Es ist wohl vollständig politisch motiviert.» Es sei ein Zeichen dafür, dass sich die moderne Türkei von ihren säkularen Wurzeln entfernt.

Moscheen nicht einmal halbvoll

Weiter beobachtet Enes Kanter: «Die Türkei hat genug Moscheen in diesem Gebiet und sie sind nicht einmal halbvoll. Warum also wurde eine frühere Kirche in eine Moschee umgewandelt?»

Er sei «traurig für alle Christen, meine Brüder und Schwestern da draussen, weil die Hagia Sophia ein Weltkulturerbe der Vereinten Nationen war. Daher schmerzt mich als Muslim diese Entscheidung zutiefst. Als ich in der Türkei war, hatte ich viele christliche Freunde. Sie gehören zu den bescheidensten und nettesten Menschen, die ich je getroffen habe.»

Einsatz für Menschenrechte

Enes Kanter setzt sich für Menschenrechte ein: «Die Türkei ist die Nummer eins in der Welt: Sie hat am meisten Journalisten ins Gefängnis gebracht. Das zeigt, dass es in der Türkei keine Rede-, Religions- oder Meinungsfreiheit gibt.»

Enes Kanter und seine Familie bezahlten einen hohen Preis für ihre Meinung: Sein Vater hat sieben Jahre im Gefängnis verbracht.

Seine Bekanntheit nutzt Kanter, um über diese Missstände zu sprechen. Das kostete ihn bereits den türkischen Pass – Enes Kanter ist offiziell staatenlos, müsste aber aufgrund seines Engagement in der Türkei für vier Jahre ins Gefängnis. Im kommenden Jahr soll er die US-Staatsbürgerschaft erhalten.

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