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Nobelpreisträger Denis Mukwege

Sein Spital in der DR Kongo ist bereit für Coronakrise

Jetzt ist auch das «Herz Afrikas», die Demokratische Republik Kongo, vom Coronavirus betroffen.

Dr. Denis Mukwege
Quelle: Facebook

Der Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege führt dort ein Krankenhaus und sagt, man sei gerüstet für die Epidemie.Im Kongo gelten vergleichbare Einschränkungen wie in Europa. Denis Mukwege ermutigt die Menschen in Afrika sehr dazu, diese einzuhalten. «Jeder von uns muss in der Zeit, die zur Bewältigung dieser Krise benötigt wird, seine Gewohnheiten anpassen.» Auch im Kongo gehe es darum, einen Meter Abstand zu halten, zu Hause zu bleiben, die Hände mit Seife zu waschen und so weiter.

Denis Mukwege kündigt auch an, dass sein Spital bereit sei: «Unser gesamtes Personal ist vorbereitet und mobilisiert. Wir werden die Patienten auf effiziente und humane Weise betreuen. Wir stehen zur Verfügung, um in diesem Kampf etwas beizutragen.»

Testzentren fehlen

«Da es im ganzen Land keine Testzentren gibt und die Mittel fehlen, um eine gross angelegte Untersuchung der Bevölkerung durchzuführen – so wie es die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt – haben wir keine Ahnung vom tatsächlichen Ausmass der Ausbreitung», bilanziert Denis Mukwege in einer Youtube-Ansprache.

Er weiss, was Leiden bedeutet: In der von ihm geführten Klinik in der DR Kongo wurde bereits Zehntausenden von vergewaltigten Frauen geholfen, dies sowohl medizinisch wie auch psychisch. Für seinen unermüdlichen, jahrzehntelangen Einsatz erhielt er 2018 den Friedensnobelpreis.

Auch«Herz Afrikas» betroffen

Seit einigen Tagen ist klar, dass auch die DR Kongo, das «Herz Afrikas», von der Corona-Pandemie betroffen ist registriert wurden mittlerweile 134 Fälle (laut der Johns Hopkins University/Stand 3.4.20, 7:50 Uhr). Deshalb ruft Friedensnobelpreisträger und Christ Denis Mukwege die Bevölkerung auf, «im Geiste der Verantwortung und vor allem der Solidarität zu handeln.»

Man müsse mit einer massiven Ausbreitung rechnen, sagt der Mediziner und Pastor, der übrigens einen Bezug zum schweizerischen Herzogenbuchsee (BE) hat. Deshalb gelte es, die Verbreitung möglichst zu vermeiden. Der beste Weg sei daher die Prävention. «Was am meisten zählt, ist das Verhalten jedes Einzelnen und von uns allen. Wir rufen die gesamte nationale Gemeinschaft auf, sich ganz zu engagieren, um eine wirksame Reaktion auf die Pandemie zu gewährleisten.»

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