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Durch neugierige Muslime

Indonesische Weihnachtsgottesdienste überlaufen

Die Weihnachtsfeiern vieler Gemeinden Indonesiens waren über Weihnachten extrem gut besucht. Der Grund: Im Vorjahr waren viele Muslime enttäuscht, nicht eingeladen worden zu sein. Das änderte sich in diesem Jahr.

Weihnachtsgottesdienst in Indonesien
Quelle: FMI
Anlass in einer Hauskirche in Indonesien.
Quelle: FMI

Dass die indonesischen Weihnachtsgottesdienste über das vergangene Weihnachtsfest besser geschützt werden sollten, war bereits eine Überraschung (Livenet berichtete). Zu Weihnachten werden Kirchen besonders gerne von radikalen Muslimen angegriffen. Doch jetzt berichtet das Missionswerk «Forgotten Missionaries International» (FMI), dass die meisten Gottesdienste – häufig in Hauskirchen – in dem grössten muslimischen Land weltweit überfüllt waren.

Grosse Neugier

Der Grund: Durch den Koran kennen Muslime den Propheten Isa (Jesus) und möchten die Chance nutzen, zu Weihnachten etwas über dessen Geburt und Leben zu erfahren. «Sie hören liebend gern von Weihnachten. Sie wollen beim Dekorieren helfen und Weihnachtslieder singen…», berichtet Bruce Allen von FMI, denn das Missionswerk unterstützt viele Pastoren in Indonesien und bekommt die Berichte aus erster Hand.

Schon im letzten Jahr war der Andrang gross. Bruce Allen berichtet, dass in vielen Dörfern rund 90 Prozent der Bevölkerung versuchte, in die kleinen Kirchen oder Hausgemeinden zu gelangen. An einem Ort standen knapp 50 Muslime aufgebracht vor der Kirche. Als der Pastor rausging, um mit ihnen zu reden, stellte sich heraus, dass sie gerne den Gottesdienst besuchen wollten, aber nicht reingelassen wurden. «Wir sind enttäuscht, weil ihr uns nicht zu eurem Weihnachtsgottesdienst eingeladen habt», hiess es. Der Pastor lud sie natürlich sofort ein.

Mehr Besucher als Dorfbewohner

Um solche Situationen zu vermeiden, luden in diesem Jahr viele Gemeinden schon im Vorfeld die muslimischen Nachbarn zu den Weihnachtsfeierlichkeiten ein. Und die Auswirkungen waren enorm. FMI-Mitarbeiter Allen berichtet von einem Gottesdienst am 22. Dezember abends, den er besuchte: «Die Gemeinde wird normalerweise von etwa 90 Personen besucht, und im gesamten Dorf leben nur 132 Menschen, aber es kamen etwa 150 Leute zur Weihnachtsfeier, um von der Geburt des Retters zu hören.»

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