fbpx Latinos und Europäer finden Blick für Nothilfe und Mission | Livenet Mobile
Walzenhausen neu belebt

Latinos und Europäer finden Blick für Nothilfe und Mission

Walzenhausen hat eine lange christliche Ausbildungstradition. Zunächst war mehrere Jahrzehnte eine Bibelschule angesiedelt. Anschliessend übernahm der Musiker Dänu Wisler die Liegenschaft, um während etlichen Jahren die Lobpreis- und Musikerschule «Arts Ministry School» zu führen. Und nun ist seit geraumer Zeit das Missionswerk «Movida» auf dem Gelände angesiedelt. Livenet unterhielt sich mit Matthias Vögelin vom «Movida»-Leitungsteam.

Matthias Vögelin mit Familie

Livenet: Matthias Vögelin, «Movida» dürfte in Südamerika bekannter sein als in der Schweiz – was muss man über Movida wissen?
Matthias Vögelin: Movida ist ein Missionswerk. Es ist 1989 in Melipilla, Chile, gegründet worden. Seine Hauptaufgabe damals bestand aus christlichen Schulungskonferenzen mit missionarischem Schwerpunkt. Es hat sich in den vergangenen 27 Jahren ausgeweitet auf inzwischen zehn Länder, hauptsächlich in Lateinamerika, aber auch USA und Europa. Insgesamt zählen wir heute 50 Mitarbeiter, die meisten davon sind Latinos und werden auf Spendenbasis unterstützt.

Ende Mai, am 28. und 29., steht ein Freundestag auf dem Programm, was erwartet die Besucher?
Der Freundestag in der Schweiz wird zum zweiten Mal durchgeführt und er soll helfen, dass diese Arbeit bekannt wird in christlichen Kreisen und Gemeinden, damit junge Leute missionarisch herausgefordert werden. Ausser den jungen Leuten, die unsere Hauptzielgruppe darstellen, wollen wir auch neue Freunde finden, um die gesamte Arbeit finanziell zu tragen.

Was sind Eure wichtigsten Anliegen?
Unsere wichtigsten Anliegen sind, dass die Jugendlichen aus den Gemeinden sowie die Gemeinden selbst teilnehmen können an Kurz- oder Langzeiteinsätzen in Lateinamerika, aber auch in den südlichen Ländern Europas, um die Not zu lindern, zum Beispiel unter Flüchtlingen oder in Armenvierteln und ähnlichem. Dadurch soll der Blick geöffnet werden für die Not rundherum und für Evangelisation und Weltmission.

Früher war in Walzenhausen eine Bibelschule angesiedelt, es folgte eine Musikbibelschule – in welche Richtung kann man sich nun in Walzenhausen ausbilden lassen?
Walzenhausen wird mit Movida ein Umschlagplatz werden, an dem Latinos und Europäer sowie Nordamerikaner eine interkulturelle Erfahrung vor Ort und dann in den Einsatzländern unter Begleitung weitere wichtige Erfahrungen für ihre Zukunft machen können.

Die Arbeit begann in Chile, wie hat sich die Arbeit dort entwickelt – und was können wir Schweizer von den Christen Chiles lernen?
Die Arbeit begann in Chile mit der Familie von Thomas und Mechthild Vögelin, Schweizer und Deutsche, die als Missionare der DMG nach Chile gesandt wurden. Dort entstand neben Gemeindebau diese einmalige Art von missionarischen Jugendkonferenzen, die bis dahin unbekannt waren. Von dort aus hat sich die Arbeit ausgebreitet in die verschiedenen Länder Lateinamerikas und ist nun durch Walzenhausen auch nach Europa gekommen.

Die chilenischen Christen und insgesamt die Latino-Christen haben ein starkes Feuer für Jesus und die Mission. Sie haben nichts und sind trotzdem aktiv. Sie rechnen mit Jesus, dass er ihnen hilft und sie riskieren es, ohne zu kalkulieren. Insgesamt erleben sie viele Wunder mit Gott.

In Argentinien habt ihr bislang drei grosse Konferenzen mit zuletzt 2'500 Besuchern durchgeführt. Wann folgt die nächste?
Der nächste grosse internationale Kongress ist geplant für 2017. Dieser soll in Costa Rica stattfinden. Jedes Jahr finden in den einzelnen Ländern Konferenzen mit bis zu 400 Personen statt, alle drei bis vier Jahre findet anstatt der Konferenzen ein grosser internationaler Kongress statt.

Ihr macht auch Einsätze in Europa, was steht da auf dem Programm?
Dieses Jahr fand zum ersten Mal in unserer Geschichte ein Einsatz unter Flüchtlingen in Sizilien statt und vorher in Norddeutschland. Teilnehmer waren hauptsächlich Latinos, aber auch Europäer und Nordamerikaner. Sie sollen im Team eine internationale und interkulturelle Erfahrung machen können, um in der Zukunft eventuell in eine Missionsarbeit einzusteigen. Es werden auch weitere Einsätze geplant. Die Länder sind aber noch im Gespräch und noch nicht bestätigt.

Zur Webseite:
Movida

Zum Thema:
Livenet und Licht im Osten: «Christus für alle» in neuen Händen
200 Jahre Basler Mission: Jubiläum mit «unverschämt viel Hoffnung»  

Werbung
Webversion

Livenet Aktuell

Jubiläumsanlässe
«Hope-Stories» für Ihren Ort
Livenet interaktiv