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Pro Israel Tagung in Bern

Umringtes Israel: Aufruf zu mehr Wachsamkeit

An der diesjährigen Pro Israel Tagung riefen die Referenten zu mehr Wachsamkeit auf. Erinnert wurde auch an den Terrorakt auf einen Swissair-Flug vor 30 Jahren.

Shmuel Ulmer
Jacob Keidar

Zum 32. Mal ging am Sonntag, 9. Februar die nationale Pro Israel Tagung über die Bühne. Die Menschen strömten erneut in Scharen in den Kursaal Bern. 1'200 Israelfreunde waren aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland angereist.

Stolz auf die Freundschaft

Zwischen ihnen und dem israelischen Botschafter Jacob Keidar besteht offensichtlich ein Band der Freundschaft. In seiner Rede betonte er die guten und innovativen Beziehungen zwischen Israel und der Schweiz. «Wir sind stolz auf die schweizerisch-israelische Freundschaft und die hervorragende Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Handel, Wissenschaft, Technologie, Innovation, Verteidigung und vielen anderen Bereichen.»

Nicht unerwähnt blieben einmal mehr die grossen politischen Spannungen und die aktuellsten Entwicklungen in Nahost, welche für sein Land nach wie vor eine grosse sicherheitspolitische Herausforderung darstellen würden. Keidar kam auch auf die politischen Differenzen mit der Schweiz zu sprechen: «Die Schweiz stimmt in allen UNO-Resolutionen in New York und in Genf fast automatisch gegen Israel. Wir erwarten, dass sich ein neutrales Land wie die Schweiz zumindest enthalten würde.»

Es geschah vor 50 Jahren

Vor den weiteren Reden erinnerte Bruno Werthmüller von Pro Israel – verbunden mit einer Schweigeminute – an den 21. Februar 1970. Der Swissair-Flug 330 mit Ziel Tel Aviv mit mehrheitlich Israelis an Bord war nach der Bombenexplosion bei Würenlingen abgestürzt.

Die 32. Tagung war mitunter geprägt von den musikalischen Darbietungen des Quintetts Sägesser-Inderbitzin und trug das Motto «Israel – umringt und wachsam». Ofer Amitai, Pastor aus Jerusalem, erinnerte an die Reformation vor 500 Jahren. «Wir brauchen heute eine neue Reformation innerhalb unserer Kirchen und eine Stärkung des Gebets, damit sich die Menschen auf Gott zurückbesinnen. Es gibt klare Anzeichen dafür, dass Gott sein Volk wieder in Israel sammelt.» Heute hätten gesellschaftspolitische Anliegen eine grösseren Stellenwert als die christlichen.

Die Zeichen der Zeit erkennen

Ebenfalls einen Blick zurück ins Alte Testament warf Shmuel Ulmer, Jugendleiter der messianischen Pniel-Gemeinde in Tiberias. «Noah baute seinerzeit auf Geheiss Gottes die Arche. Man stelle sich vor: Er konstruierte diesen riesigen Kahn aus Holz nicht etwa irgendwo an an der Meeresküste, sondern mitten in der Wüste! Die Menschen schüttelten damals nur den Kopf und hielten den Erbauer für verrückt. Ganz einfach, weil sie die damaligen Zeichen der Zeit nicht erkannten.»

Ulmer liess keinen Zweifel daran, dass Jesus aufgrund der Prophezeiungen auf unsere Erde zurückkehren werde. Er appellierte insbesondere an die Kraft des Gebets: «Der Feind würde nichts so sehr fürchten wie das Gebet», betonte er mitunter in seiner flammenden Rede.

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