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Erste Weihnachten

Viel Knatsch um die Geburt in Bethlehem

Sie kennen die Weihnachtsgeschichte doch schon lange, oder? Bei genauerem Hinsehen haben Sie dann aber festgestellt, dass die Ereignisse um die Geburt von Jesus etwas anders gewesen sein könnten, als Sie es sich im Familienkreis unter dem Weihnachtsbaum in Erinnerung bringen. Einige Anregungen zum Weiterdenken gibt Ihnen die hier kommentierte Weihnachtsgeschichte.

Weihnachtsstern
Quelle: viertelstunde für den Glauben

Josef, ein Mann aus Nazareth, einer unbedeutenden Kleinstadt in Nordisrael, machte sich auf den Weg in den Süden, nach Bethlehem. Grund war die Volkszählung, die von der römischen Besatzungsmacht verordnet worden war. Mit Josef ging auch seine Verlobte Maria – und die war schwanger. Allerdings war dieses Kind nicht von Josef, sondern vom Heiligen Geist gezeugt, wie der Engel bei einem Besuch bei Maria schon vorher klargestellt hatte.

Die Geburtsgeschichte von Jesus Christus beginnt mit einer Volkszählung, welche der römische Kaiser Augustus oder dessen Provinzgouverneur Quirinius für die Provinz Syrien anordnete.

Engel (griechisch angelos) bedeutet Bote. Gemeint sind von Gott geschickte Wesen. Das Dasein der Engel ist im ganzen Neuen Testament eine selbstverständliche Voraussetzung. Der Bericht über den Besuch des Engels bei Maria und die Reaktion von Maria darauf ist übrigens eine herzergreifende Geschichte. Lassen Sie sich diese nicht entgehen und lesen Sie im Lukasevangelium Kapitel 2, Verse 26-53.

In Bethlehem, wo sich Josef einschreiben musste, gab es keine Unterkunft mehr für Gäste. So gebar Maria im Stall und legte das Kind in einen Futtertrog.

Die orientalische Herberge war oft ein Gehöft mit Innenhof. Ein Teil der Gebäude nahm die Gäste auf, ein anderer ihre Tiere. Josef und Maria mussten in diesem übernachten, weil sonst kein Zimmer für sie frei war.

Die Hirten

In der Nähe hüteten Hirten ihre Herden. Da erschienen in der Nacht Engel und verkündeten ihnen die Geburt von Jesus, des Retters, in Bethlehem.

Jesus ist wohl nicht am 25. Dezember geboren. Der Dezember ist in der Gegend von Jerusalem (wo auch Bethlehem liegt) kalt und nass. Darum treiben die Hirten im Oktober ihre Herden in die Ställe. Nach dem biblischen Weihnachtsbericht hielten sich die Hirten mit ihren Herden noch auf freiem Feld auf.

Acht Tage später liessen Josef und Maria ihr Kind beschneiden und brachten es am 40. Tag nach Jerusalem, um es im Tempel segnen zu  lassen.

Die Beschneidung ihres Sohnes sollte am 8. Tag sein und die Segnung im Tempel in Jerusalem am 40. Tag. Josef hätte nach den religiösen Vorschriften für seinen ersten Sohn ein Schaf und ein Taube opfern sollen. Für arme Leute reichten zwei Tauben. Josef konnte sich offenbar nur zwei Tauben leisten.

Die Weisen

Wissenschaftler aus dem Morgenland reisten nach Jerusalem, weil sie gehört und erforscht hatten, dass ein grosser König geboren sein musste. Bei Herodes, einem von den Römern abhängigen Herrscher von Judäa,  erkundigten sie sich über den neuen König.

Die Weisen waren keine Könige, sondern Gelehrte der Himmelsbeobachtung und Schriftkundige. Sie kannten die fünf Bücher von Moses (Teil des Alten Testaments), die im Orient sehr weit verbreitet waren. Als ihnen der Stern am Nachthimmel erschien, waren sie sofort überzeugt: Das ist ER, der einzigartige König. Viele meinen, die Weisen seien aus der Gegend um Babel im Irak gekommen. Das wären etwa 1200 Kilometer bis Jerusalem. Möglicherweise kamen sie aber vom Iran her. Oder von noch östlicher: aus dem Westen Indiens. Dann allerdings wäre die Reise 1500 Kilometer lang (Iran) oder mehr (Indien) gewesen. Eine Reisezeit von Monaten, ja von über einem Jahr wäre möglich.

Als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm; und sie öffneten ihre Schätze: Gold und Weihrauch und Myrrhe.

Der Stern brachte die Weisen zuerst nach Jerusalem. Aber wo fanden sie das Kind? Wohl nicht im Stall. Vielleicht in einem einfachen Haus in Bethlehem. Vielleicht war es auch schon nicht mehr in Bethlehem, sondern an einem anderen Ort, vielleicht sogar in Nazareth, wohin Josef mit seiner Familie schon wieder zurückgekehrt war. Sie trafen auch nicht mehr auf ein neugeborenes Baby. Der griechische Urtext des Evangelisten Matthäus spricht von einem «Knaben», den die Weisen besuchten. Das ist der Ausdruck für ein älteres Kind, nicht für ein Neugeborenes.

Die Flucht

Als die Weisen abgereist waren, forderte ein Engel Josef im Traum auf, mit seiner Familie nach Ägypten zu fliehen. Herodes wollte Jesus, dem ein Königtum vorausgesagt war, unbedingt töten. Er schreckte nicht davor zurück, ein Blutbad anzurichten, indem er alle Knaben unter zwei Jahren töten liess.

Die Geburt von Jesus lag zu diesem Zeitpunkt schon etwas zurück. Bestimmt einige Monate, vielleicht sogar schon gegen zwei Jahre. Darum setzte Herodes das Alter der zu tötenden Knaben so hoch an. Im Haus, wo die Familie von Josef lebte, überreichten die Weisen die Geschenke Weihrauch, Myrrhe und Gold. Es ist gut möglich, dass die Eltern von Jesus das Gold für die Flucht nach Ägypten und den Aufenthalt dort gebrauchen konnten.

Darum flohen Josef und die Seinen nach Ägypten. Nach dem Tod von Herodes kam die Familie nach Israel zurück und liess sich in Nazareth nieder. 

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