0% Überlebenschance

Vier Monate zu früh geboren – nun ersten Geburtstag gefeiert

Richard Scott William Hutchinson kam 131 Tage vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt. Vier Monate zu früh wurde ihm eine nahezu Null-Prozent-Chance zugesprochen. Nun feierte Richard seinen ersten Geburtstag.
Richard Scott William Hutchinson

Ein Baby, das mit 21 Wochen und zwei Tagen geboren wurde, hat den Guinness-Weltrekord für das am längsten überlebende Frühgeborene aufgestellt.

Richard Scott William Hutchinson feierte diesen Monat seinen ersten Geburtstag, was es Guinness ermöglichte, ihn als neuesten Inhaber eines 1987 aufgestellten Rekords anzuerkennen.

Die Standard-Schwangerschaftsdauer beträgt 40 Wochen. Der bisherige Rekord lag bei 21 Wochen, fünf Tagen oder 128 Tagen Frühgeburt, gehalten von einem kanadischen Baby, James Elgin Gill, geboren im Jahr 1987.

«Bewusstsein für Frühgeburten erhöhen»

Hutchinsons Eltern Rick und Beth Hutchinson aus St. Croix County, Wisconsin feierten nun unlängst den ersten Geburtstag des Kleinen. «Wir sind immer noch überrascht darüber», sagte Beth zu Guinness. «Aber wir sind glücklich. Es ist eine Möglichkeit, seine Geschichte zu erzählen, um das Bewusstsein für Frühgeburten zu erhöhen.»

Stacy Kern, eine Neonatologin am Children's Minnesota, sagte, dass Richard «eine 0-prozentige Überlebenschance von unserem Neonatologie-Team gegeben wurde». Richard wurde vom Personal deshalb das «Wunderbaby» genannt.

«Seine Chance war nicht gross»

«Im ersten Monat war das Personal sich nicht einmal sicher, ob er es schaffen würde», erinnert sich Beth. «Es war wirklich schwer. Man hatte im Hinterkopf, dass seine Chancen nicht gross waren.»

Richards Überleben wird von der Pro-Life-Gemeinschaft gefeiert. «Die Ärzte gaben ihm 0 Prozent Überlebenschance», schrieb «March for Life» in einem Tweet. «Doch Richard ist ein Kämpfer, der gerade seinen ersten Geburtstag gefeiert hat. Mit der richtigen Pflege und Unterstützung können Frühgeborene nicht nur überleben, sondern gedeihen!»

26 Zentimeter

26 Zentimeter gross war der Kleine bei der Geburt und er wog lediglich 340(!) Gramm. Eine medizinische Komplikation bei seiner Mama hatte auf die frühe Geburt gedrückt.

«In Beratungen wurde den Eltern mitgeteilt, dass die Chancen auf ein Überleben bei einer derart frühen Geburt gegen null gehen.» Das teilte die behandelnde Ärztin gegenüber «Guinness World Records» mit. Es sei klar gewesen, dass Richards erste Wochen sehr schwierig sein würden.

Ein halbes Jahr lang musste Richard im Spital verbringen und aufgrund der Pandemie durften die Eltern den Kleinen nur selten besuchen. Ende Jahr konnte der Kleine dann nach Hause.

Stacey Kern zum Geburtstag: «Ich erinnere mich, wie ich ihn nun mit Tränen in den Augen hielt. Ich konnte nicht glauben, dass es der gleiche Junge war, bei dem ich befürchtete, er würde nicht überleben. Damals passte er in meine Handfläche. Seine Haut war so durchsichtig, dass ich jede Rippe und jedes Gefäss in seinem winzigen Körper sehen konnte. Ich konnte nicht anders, als ihn zu drücken und ihm zu sagen, wie stolz ich auf ihn war.»

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Datum: 01.07.2021
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Christian News / Nau.ch / Merkur

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