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In Hinterhalt gelockt

Neun Christen in Nigeria von Fulani-Hirten brutal umgebracht

Neun Christen, alle Mitglieder einer Gemeinde, wurden im Norden Nigerias in einen Hinterhalt gelockt und brutal getötet. Die Täter sind muslimische Fulani-Hirten, die immer häufiger solche Überfälle verüben.

Christ in Nigeria (Symbolbild)
Quelle: opendoorsusa.org

Die Opfer waren am 7. November gegen 19:30 Uhr abends auf dem Heimweg von einem Markt. Felix Ngwong (34), Gyang Emmanuel (29), Chuwang Bitrus (31), Daniel Nini (52), Dagam Danbwarang (29), Rueben Danbwarang (25), Sunday Danbwarang (52), Dachollom Shom (37) und Daniel Shom (45) wurden umgebracht, drei weitere Christen wurden schwer verletzt ins Spital gebracht.

Rev. Dacholom Datiri, Präsident der «Church of Christ in Nations» (COCIN), bestätigte den Tod: «Wir müssen wieder traurig einen Angriff auf Mitglieder unserer Gemeinde melden. In der letzen Zeit mussten wir immer wieder um Mitglieder trauern, die ohne Grund getötet wurden. Aber unser Glaube an Jesus Christus, unseren Erlöser, bleibt fest.»

«Wir werden es überwinden»

Parlamentsabgeordneter Istifanus Gang erklärte, die Angriffe würden von «blutrünstigen Killern und Terrormilizen» ausgeführt, die «rücksichtsloses und brutales Schlachten» ausüben, um christliche Gemeinschaften auszurotten und ihr Land zu besetzen. «Aber wir werden diese Phase überwinden, wie es heisst 'in der Nacht gibt es Weinen, aber am Morgen wird die Freude wieder kommen'.»

In einem ähnlichen Überfall war vor einigen Wochen eine christliche Frau mit ihrem Sohn und ihrer Tochter brutal von Fulani-Hirten umgebracht worden. Die Hirten hatten öffentlich an einem Sicherheitstreffen angekündigt, weitere Dörfer zu überfallen, um sich für den angeblichen Tod eines vermissten Jungen zu rächen.

«Fulani-Leiter sollten festgenommen werden»

Der Polizeichef der Provinz Plateau, Terna Tyopev, erlärte, dass die Zahl der Toten 11 betrage. «Elf Personen sind auf der Rückkehr von einem Wochenmarkt in Makera um ca. 19:30 Uhr erschossen worden, und vier sind verletzt», gab er bekannt. «Es gibt noch keine Verhaftungen, aber wir werden diesen Fall natürlich gründlich untersuchen».

Emanuel Damboyi, Vorsitzender des Regionalrates von Riyom forderte harte Konsequenzen: «Die Fulani-Leiter sind nicht bereit für den Frieden und sollten festgenommen und zur Rechenschaft gezogen werden.»

Religionszugehörigkeit in Nigeria:

Christen stellen 51,3 Prozent der nigerianischen Bevölkerung dar, während Muslime, die vor allem im Norden und im Zentrum wohnen, auf 45% kommen. Nigeria ist auf Platz 12 des jährlichen Weltverfolgungsindex von Open Doors.

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