Was wünscht der Auftraggeber?
Die internen Bereiche unseres Unternehmens sollen optimiert werden. Kerngedanke ist es, die Abteilungen wie Marketing oder Organisation stärker auf die Unterstützung des Vertriebs auszurichten. Das Projekt startet mit einer Aufnahme der Ist-Situation: Was tue ich wie oft für wen? Eine entscheidende Bedeutung hat dabei der Empfänger der erbrachten Leistungen. Erhält er die Leistung, die er bestellt hat? Und erhält er die Qualität, die er benötigt?
Die Erfahrung in anderen Unternehmen zeigt: Viele Abteilungen führen ein Eigenleben und liefern oft unbestellte Leistungen ab, die niemand gebrauchen kann. So werden z.B. viel zu detaillierte Rundschreiben verfasst oder umfangreiche Statistiken erstellt, die nie jemand liest. Auf der anderen Seite fehlt es oft an der Unterstützung, die den Mitarbeitern im Kundengespräch den entscheidenden Vorsprung verschafft. Die Ausrichtung auf das, was der Auftraggeber will, ist unbedingt notwendig. Sie ist Grundlage für die Sicherung der Existenz des Unternehmens.
Bestimmt Gott oder wir selbst?
Im Epheserbrief schreibt Paulus: «Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist!» (Epheser, Kapitel 5, Vers 17) Auch für die Beziehung zwischen uns Menschen und Gott ist diese Frage von Bedeutung: Was ist der Auftrag Gottes an uns? Führen wir Menschen nicht auch sehr oft ein Eigenleben und bestimmen selbst, was wir wann tun oder lassen? Weil Gott der Urheber unseres Lebens ist, ist sein Wille für unser Handeln von ausschlaggebender Bedeutung. Eine ehrliche Bestandsaufnahme führt bei jedem Menschen zu dem Ergebnis, dass wir das Ziel Gottes für unser Handeln oft verfehlen. Zielverfehlung ist dabei ein anderes Wort für den biblischen Begriff Sünde. Wie gut, dass Gott uns in Jesus Christus die Chance zu einer neuen Ausrichtung unseres Lebens gibt!
Dieser Artikel erschien im Februar 2009 auf Livenet.
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Quelle:
Leben ist mehr