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Nach Tod von George Floyd

Christine Caine: «Dieser Schmerz betrifft uns alle!»

George Floyd starb durch Polizeigewalt. Jetzt herrscht Aufruhr in Minneapolis: Plünderungen und gewaltsame Proteste. Evangelist Franklin Graham, Rapper Lecrae, Aktivistin Christine Caine und viele weitere rufen zum Handeln auf.

Menschen in Minneapolis trauern um George Floyd
Quelle: Reuters
Christine Cane
Quelle: Facebook
Franklin Graham
Quelle: https://s3.amazonaws.com

Die Geschichte ging Dank eines Passanten-Videos um die Welt: George Floyd wird beschuldigt, mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben. Bei der Festnahme des unbewaffneten Afro-Amerikaners, der sich offenbar nicht zur Wehr setzt, drückt ein Polizeibeamter sein Knie auf den Hals von Floyd. Dieser sagt mehrfach, dass er keine Luft mehr bekommt, doch der Beamte rührt sich nicht. Floyd verliert das Bewusstsein und stirbt wenig später im Spital.

Mehrere Polizisten waren anwesend und Floyd scheint Handschellen getragen zu haben – die Fluchtgefahr war also kaum gegeben.

Die Wut auf der Strasse kocht nun über. «Minneapolis brennt» und «Gewalt in Minneapolis eskaliert – Nationalgarde aktiviert», lauten mittlerweile die Schlagzeilen. Eine Polizeiwache wurde niedergerannt, Geschäfte geplündert und Autos angezündet; und die Proteste sind auch schon auf andere Städte wie etwa Houston übergeschwappt.

Christliche Promis reagieren

Der Evangelist Franklin Graham sagt, die Aktion sei «unentschuldbar» und mache ihn «magenkrank». Und der christliche Rapper Lecrae nannte es das «reine, ursprüngliche Böse». Gleichzeitigt bat er die Menschen, den Ärger, den sie empfinden, «konstruktiv zu nutzen», fürs Gebet und politische Veränderungen.

Die beiden sind mit ihren Aufrufen von christlicher Seite bei weitem nicht allein: Miles McPherson, Pastor der populären «Rock Church» in Kalifornien, twitterte: «Ein weiterer schwarzer Mann wurde vor laufender Kamera getötet, diesmal, während vier Polizeibeamte ihn festhielten.» Und weiter: «Das bricht mir das Herz! Sie halten einen Mann in Handschellen mit dem Knie im Nacken fest, während er schreit, er könne nicht atmen. Was muss geschehen, damit dies für uns alle inakzeptabel wird?»

Der christliche Musiker Matthew West sagte, die Ereignisse seien «falsch und böse auf jeder Ebene».

«Mir dreht sich der Magen um, nachdem ich das Video gesehen habe, in dem die Polizei das Leben von George Floyd genommen hat. (…) Was ich gerade gesehen habe, ist falsch und bösartig auf jeder Ebene.»

«Ein guter Zeitpunkt für alle Christen»

Pastorin Sheryl Brady vom Potter's House of North Dallas betont, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für alle Christen sei, sich gegen Ungerechtigkeit auszusprechen und sie fordert die Christenheit auf, Stellung zu beziehen.

«Ich denke, wir alle müssen unsere Stimme erheben und Stellung beziehen. Was wir gesehen haben, war das Leben, das aus diesem Mann herausgequetscht wurde, der auf dem Boden lag, (…) und der um Gnade flehte.»

«Nicht nur, wenn es bequem ist»

Auch die Evangelistin und «Walk-for-Freedom»-Gründerin Christine Caine erklärte: «Heute erleben unsere schwarzen Brüder und Schwestern ein weiteres Trauma, das ihnen mitteilt, dass ihr Leben nicht wertvoll ist. (…) Wenn wir wirklich der Leib Christi sind, betrifft ein Schmerz uns alle. Wir sind nicht nur der Leib, wenn es bequem ist. Wir sind der Leib, wenn er schmerzt und zerbrochen ist. Genauso wenig, wie sich das Bein vom Arm lösen kann, kann ich meinen Schmerz von dem meiner Brüder und Schwestern trennen.»

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