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Die alles entscheidende Nacht

Im Advent schaut sich Livenet den einflussreichsten Mann der Geschichte etwas genauer an. Doch drehen wir das Rad zurück zum Beginn der Geschichte von Jesus. Gehen wir zurück zu der Nacht, in der alles begann, zur Nacht, in der Jesus geboren wurde. Konrad Blaser schreibt in seinem Buch

Jesus' Geburt
Quelle: wallpaperup.com
Hirten
Szene aus dem Film «Es begab sich aber zu der Zeit».
Quelle: Warner Bros.
Konrad Blaser ist Pastor in der «Hope & Life Church».
Quelle: koenu-blaser.ch
Das Buch «Einfach Jesus» von Konrad Blaser
Quelle: konrad-blaser.ch

«Einfach Jesus» über diese besondere Nacht.

Wir feiern die Geburt von Jesus bis heute. Weihnachten heisst dieses Fest. Ich weiss, viele Menschen verbinden Weihnachten mit dem Weihnachtsmann, Geschenken, einem Tannenbaum, Kerzen, Kugeln, Glühwein, erlesenem Wein zum Festessen oder – in der Schweiz – mit Fondue Chinoise und vielen anderen schönen Traditionen.

«Der Kaiser hat's befohlen»

Ich persönlich liebe Weihnachten mit der Gemeinschaft, den Freunden und der Stimmung. Dann noch die Geschenke, das Essen, den feinen Wein und all die Lichter. Je mehr Lichter, desto besser. Zudem feiern wir an Weihnachten die Geburt von Jesus – was gibt es Besseres zu feiern?! Die Weihnachtsgeschichte beginnt im Lukasevangelium mit den folgenden Worten aus Lukas-Evangelium, Kapitel 2, Vers 1:

Zu jener Zeit erliess Kaiser Augustus den Befehl an alle Bewohner seines Weltreiches, sich 'in Steuerlisten' eintragen zu lassen.

«Der Kaiser hat's befohlen» lautet die bekannte Liedzeile dazu in der «Zeller Weihnacht», einem Schweizer Krippen- und Singspiel. Für Maria und Josef hatte dieser Erlass krasse Konsequenzen: Sie mussten von ihrem Wohnort, Nazareth in Galiläa, nach Betlehem in Judäa, ihrer Heimatstadt, reisen. Sie fragen sich jetzt vielleicht, warum das so entscheidend sein soll.

Maria kam an die Grenzen ihrer Kräfte

Im Alten Testament, dem ersten Teil der Bibel, lesen wir an verschiedenen Stellen, dass irgendwann der Erlöser, der Retter zur Welt kommen werde – und zwar in Betlehem. Jesus musste also, sollte er der lang erwartete Erlöser und Sohn Gottes sein, in Betlehem geboren werden. So machten sich die hoch schwangere Maria und ihr Mann Josef mit einem Esel nach Betlehem auf.

So romantisch und schön, wie es heute manchmal dargestellt wird, war diese Reise nicht. Sie war stressig und anstrengend und Maria kam an die Grenzen ihrer Kräfte. In Betlehem angekommen, fanden sie nur noch in einem Stall Platz, um die Nacht dort zu verbringen. Als Krönung dieses Desasters kam Jesus noch in derselben Nacht zur Welt! Der Sohn Gottes, der König der Könige, der schon bei der Schöpfung der Erde dabei gewesen war, er, der alles verändern und möglich machen würde, kam in einem Stall zur Welt. Und die ersten, die Jesus feierten, waren nicht Könige, nicht Gelehrte, nicht die oberste Elite, nein, es waren …

Die ersten Zeugen: Hirten!

Einfache Menschen, die draussen auf dem Feld Schafe hüteten. Hirten – Menschen, die damals nichts zählten. Menschen, die man nicht wahrnahm. Menschen am untersten Rand der Gesellschaft.

«In der Umgebung von Betlehem waren Hirten, die 'mit ihrer Herde' draussen auf dem Feld lebten. Als sie in jener Nacht bei ihren Tieren Wache hielten, stand auf einmal ein Engel des Herrn vor ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umgab sie mit ihrem Glanz. Sie erschraken sehr, aber der Engel sagte zu ihnen: 'Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich bringe euch eine gute Nachricht, über die im ganzen Volk grosse Freude herrschen wird. Heute ist euch in der Stadt Davids ein Retter geboren worden; es ist der Messias, der Herr …' Mit einem Mal waren bei den Engeln grosse Scharen des himmlischen Heeres, sie priesen Gott und riefen: 'Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Frieden auf der Erde für die Menschen, auf denen sein Wohlgefallen ruht'» (Lukas-Evangelium, Kapitel 2, Verse 8-14).

Engel überraschten die nichtsahnenden Hirten bei ihren Schafen auf dem Feld. Die Herrlichkeit Gottes umgab die Engel und die Präsenz Gottes war so stark, so offensichtlich, so heilig, so gewaltig, dass die Hirten erschraken. Die Engel verkündeten, dass ihnen der Retter, der Messias, geboren worden war.

Gottes Plan: Jesus bringt Frieden

Warum war diese Versöhnung nötig? Und warum brauchte es Jesus dazu? Um das zu verstehen, müssen wir die Geschichte von Adam und Eva kennen. Gott hatte sie als erste Menschen erschaffen. Als zwei Wesen, die ihm ähnlich waren. Als Menschen, mit denen er Gemeinschaft haben wollte. Adam und Eva lebten ohne Sünde und Scham im Paradies und genossen das Leben. Bis zu jenem Tag, an dem sie eine Frucht vom einzigen Baum im Paradies assen, der für sie verboten war. Als Folge davon wurden sie aus dem Paradies und somit auch aus der Nähe Gottes verbannt. Der Mensch war nun von Gott getrennt und sehnte sich von diesem Moment an danach, Gott wieder zu sehen, zu hören und zu erleben.

Doch zum Glück hatte Gott einen Plan: Er sandte Jesus, seinen Sohn, aus dem Himmel zu uns Menschen herunter. Und hier stehen nun diese Hirten, sehen eine gewaltige göttliche Lichtershow am Himmel, die ihnen Jesus ankündigt, und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Sie lassen alles stehen und liegen und machen sich auf den Weg zu Jesus.

Eine neue Ära der Weltgeschichte

Im Stall in Betlehem angekommen, fallen sie vor dem frischgeborenen Jesus auf die Knie und beten ihn an. Sie feiern ihren Erlöser, der sie und alle anderen, die nach ihnen kommen und an Jesus glauben, wieder mit Gott zusammenbringen wird.

Jesus wird die Lücke zwischen den Menschen und Gott wieder schliessen. Er wird die Brücke von Gott zu uns Menschen wieder aufbauen. Er wird für unsere Fehler, unsere Schwächen, unsere Ängste, unsere Krankheiten, unsere Orientierungslosigkeit, unsere Leere und unsere Hoffnungslosigkeit sterben. Jesus, der Sohn Gottes, kommt, wie prophezeit, in Betlehem zur Welt. In dieser alles entscheidenden Nacht beginnt eine neue Ära der Weltgeschichte. Die Geburt von Jesus verändert alles. Hoffnung beginnt aufzuleben, Neues kann wieder entstehen und Gott wird für uns Menschen wieder nahbar, erlebbar und sichtbar. Jesus hat die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen wieder hergestellt.

«Josef, Sohn Davids, zögere nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen! Denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn zur Welt bringen. Dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von aller Schuld befreien.« Dies alles ist geschehen, weil sich erfüllen sollte, was der Herr durch den Propheten vorausgesagt hatte: «Seht, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, und man wird ihm den Namen Immanuel geben.» (Immanuel bedeutet: «Gott ist mit uns») – (Matthäus-Evangelium, Kapitel 1, Verse 20-23).


Links zum Buch «Einfach Jesus»:

Hier geht's zur Leseprobe von Konrad Blasers Buch, das im Grace today Verlag erschienen ist.

Das Buch in der Schweiz und in in Deutschland bestellen.

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