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Floyds Familie

«Eine Schande für unsere Namen»

Während die Proteste in den USA an vielen Orten friedlicher werden, gibt es in einigen Städten immer noch Gewalt. Die Familie des ermordeten George Floyd führte in Houston eine friedliche Demonstration mit 60'000 Menschen an.

Terrence Floyd
Quelle: cbn.com
Betender Polizist
Quelle: twitter.com

Immer noch verlangen Demonstranten «Gerechtigkeit für George Floyd» und üben dabei unter Missachtung der strikten Ausgangssperren sinnlose Gewalt aus. Aber immer mehr mehren sich die Rufe nach Gewaltlosigkeit und Versöhnung. Die Familie von George Floyd führte in Houston (Texas), wo Floyd fast sein ganzes Leben verbrachte, einen friedlichen Protestmarsch durch, dem sich 60'000 Menschen anschlossen. Terrence Floyd, der Bruder des Getöteten, richtete eine deutliche Botschaft an die gewaltbereiten Protester: «Ihr häuft Schande auf alle unsere Namen, nicht nur seinen» erklärte er. «Es geht um mehr als meinen Bruder».

Das andere Bild der Polizei

Der Polizeichef von Houston marschierte in der Menge mit und umarmte unterwegs viele Menschen. Ebenfalls ging ein Foto auf Twitter viral, wo ein Polizeioffizier in Nashville und ein Protestierender den Kopf neigen und zusammen beten. «Ich sah, wie ein Mann unter den Protestierenden laut redete und aus der Bibel zitierte. Ich bin auch gläubig und glaube dasselbe wie er. Wir kamen ins Gespräch, und als wir eine Pause machten, spürte ich eine Gelegenheit als Polizist und als Mensch und fragte ihn, ob wir zusammen beten könnten», erklärte Officer Hoskins. Die Männer umarmten einander und beteten zusammen. «Er betete dass alle Menschen unter Gott die gleichen Rechte haben – es hat mich sehr berührt» erklärte Hoskins. Dann dankten die Männer einander, dass sie freundlich, professionell und präsent gewesen waren. Auch In New York knieten Polizeibeamte zusammen mit Protestierenden zum Gebet nieder.

Gegen Gewalt auf beiden Seiten

In New York missachteten Tausende die Ausgangssperre. In der Bronx raste ein Auto in einen Polizeioffizier. Der Fahrer flüchtete danach. Der Offizier schwebt in Lebensgefahr. In St. Luis wurde der 77-jährige Polizist David Dorn am Dienstagmorgen von Plünderern erschossen, die in ein Pfandhaus einbrachen. Aber auch unnötige Gewalt auf Polizeiseite wird geahndet. In Atlanta wurden zwei Polizeibeamte entlassen und gegen andere Disziplinarmassnahmen verhängt, die die Fenster eines Autos zerschlagen und die Insassen mit dem Teaser angegriffen hatten, bevor sie sie herauszerrten.

Inzwischen sind Pläne für die Beerdigung von George Floyd im Gange. Gedenkfeiern sollen in Minnesota, North Carolina und Texas stattfinden. Beerdigt soll Floyd in Houston werden, wo er den grössten Teil seines Lebens verbrachte.

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