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GO 2020: Gewaltige Mobilisation

Ungehinderte Evangelisation in Afrika

GO 2020, die diesjährige «Spezialausgabe» des Global Outreach Day, hat in Afrika riesige Resonanz gefunden. Praktisch alle grossen Denominationen und Missionsorganisationen arbeiten zusammen und mobilisieren Hunderttausende.

Afrikaner tragen «The Four» -Masken
Quelle: zVg
Evangelisation in Afrika
Quelle: zVg

Am kommenden Pfingstwochenende ist der Höhepunkt von «GO 2020», einer weltweiten Mobilisation von Millionen von Christen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, je mindestens 5 Menschen das Evangelium persönlich weiterzugeben. Dabei ist unser riesiger südlicher Nachbarkontinent in einer besonderen Lage: während in vielen Ländern wie fast überall in der Welt Ausgangssperren herrschen, gibt es eine ganze Reihe von Nationen, die keinen Lockdown erleben:

- In Tansania sind 10'000 Gemeinden offen am evangelisieren, es gibt keine Einschränkungen im Land. Tausende von Menschen finden zum Glauben. Zudem werden über eine halbe Million Traktate verteilt.

- Auch in Burundi gibt es keinen Lockdown, und Tausende von Christen sind zur persönlichen Evangelisation mobilisiert worden. Zahlreiche Menschen finden hier zum Glauben.

Grosse Nationen wie Kenia wiederum haben sich auf online-Mobilisation verlegt und erleben eine wohl noch nie dagewesene Einheit und grosse Koalition von Missions- und Netzwerken wie Campus für Christus, Alpha, Evangelische Allianz, African Enterprise, Evangelism Explosion und anderen, die Millionen zur persönlichen Evangelisation mobilisiert haben.

Zoom-Webinar afrikanischer Leiter

Am 19. Mai fand in Englisch und Französisch ein Zeugnis-und Schulungs-Webinar von einem runden Dutzend afrikanischer Leiter von Ägypten bis Südafrika über Zoom statt, koordiniert von G.O.D.-Direktor Beat Baumann (Interlaken). Hier wurde deutlich: so vielfältig wie der afrikanische Kontinent sind die Erfahrungen mit der GO 2020-Mobilisation.

- In Südafrika gewinnen die Kirchen durch den Lockdown jeden Tag neue Mitglieder, weil Pastoren jetzt ihre Gemeindemitglieder motiviert und mobilisiert haben. Die paar Stunden am Nachmittag, wo man auf die Strasse darf, werden von den Gemeindemitgliedern rege für die persönliche Evangelisation genutzt

- In Kamerun nutzen Christen die Hygiene-Vorschriften kreativ und gehen mit Masken auf die Strasse, auf denen «The Four» aufgedruckt sind – ein sicherer Auslöser für Gespräche. In allen Grossregionen wird das Evangelium verkündet. Einige Personen fanden dadurch auch zum Glauben.  

- Von Kenia aus hat «African Enterprise» das Online-Programm «HBE» (home based evangelism, Evangelisation von zu Hause) gestartet, in dem die Teilnehmer etwa eine Stunde in einer strukturierten evangelistischen Botschaft mit ihren Freunden online verbringen. Eine kurze Live-Predigt, persönliches Zeugnis, Austausch und Gebet werden hier kombiniert. So kann jedes Haus zu einem evangelistischen Zentrum werden – spannend in einer Zeit, in der Kirchen sich nicht mehr im Grossen treffen können.

- In Malawi ist Internet-Zeit teuer; darum nutzen Christen nicht Mega-, sondern «Kilobyte-Evangelisation»: Jeder Christ kann ein paar Freunde zu einem vierwöchigen Whatsapp-Glaubenskurs, basierend auf dem Philipperbrief, einladen. Bereits kamen viele durch diese einfache Methode zum Glauben, und die Gruppen multiplizieren sich, weil am Ende jeder herausgefordert wird, eine eigene solche Gruppe zu starten. Ebenfalls nutzen viele Christen persönliche Telefongespräche zur Evangelisation.  

- In Ghana fanden in jedem Distrikt landesweit Aktivitäten statt. Leute wurden zur persönlichen Evangelisation trainiert. Über eine Million Traktate werden hier verteilt. Bis in den Norden von Ghana in den moslemischen Gebieten wird die gute Nachricht von Jesus verkündigt und Menschen nehmen Jesus an.

Pfingsten vor 2'000 Jahren war ein Quantensprung in der Evangelisation – die Gute Nachricht erreichte 3'000 Menschen aus der ganzen damals bekannten Welt. Es kann gut sein, dass Pfingsten 2020 wieder ein Quantensprung in der Durchdringung der Welt mit dem Evangelium wird. Christen in Afrika sind jedenfalls bereit dazu, genau so wie ihre Brüder und Schwestern auf allen anderen Kontinenten.

Zur Webseite:
GO 2020

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